10.000 bis 15.000 Quadratmeter neue Handelsfläche für den Eichplatz geplant

//10.000 bis 15.000 Quadratmeter neue Handelsfläche für den Eichplatz geplant

10.000 bis 15.000 Quadratmeter neue Handelsfläche für den Eichplatz geplant – Das Entwicklungskonzept für den Einzelhandel ist mittlerweile beschlossen und darin finden sich auch für den Eichplatz neue Pläne. Ziel ist es, auf dem Eichplatz neue Einzelhandelsflächen in einer Größenordnung von 10.000 bis 15.000 Quadratmeter zu schaffen und damit die Verkaufsfläche der Innenstadt um 30 bis 35 Prozent zu vergrößern.

Das entsprechende Zielkonzept (im Einzelhandelskonzept unter Szenario 4 zusammengefasst). Unter allen Maßnahmen für die Innenstadt hat der Stadtrat mit dem Entwicklungskonzept auch beschlossen, diesem Szenario 4 und damit der Bebauung des Eichplatzes mit Einzelhandel „Priorität einzuräumen“.

Im Klartext heißt es im neuen Konzept:

Priorität ist jedoch der Entwicklung des Eichplatzareals einzuräumen, da nur diese Fläche über eine ausreichende Größe verfügt, um eine „kritische Masse“ aufzunehmen, die für einen Zentralitätsgewinn sorgen kann.

Kaum mehr Umsatz durch die Bebauung des Eichplatzes

Tatsächlich ist der Zugewinn an Umsatz und damit an Zentralität vergleichsweise gering. Im Entwicklungskonzept Einzelhandel wurden auch die Auswirkungen der Bebauung des Eichplatzes mit Handelsflächen prognostiziert. Nach den letzten Zahlen von 2012 liegt der Gesamtumsatz in der gesamten Stadt bei 592 Millionen Euro pro Jahr.

Die Prognosen für 2025 sehen wie folgt aus:

  • ohne Eichplatzbebauung: 598.7 Millionen Euro Gesamtumsatz (+1%)
  • mit Eichplatzbebauung: 618,7 Millionen Euro Gesamtumsatz (+6,2%)

Der Unterschied würde gerade einmal 20 Millionen Euro betragen, die bei der Bebauung des Eichplatzes als zusätzlicher Umsatz anfallen würden. Der Verlust eines zentralen Platzes in der Stadt würde demnach nur Zugewinne im einstelligen Prozentbereich beim Gesamtumsatz innerhalb des Stadtgebietes bringen. Das hört sich nicht nach einem guten Geschäft an.

Bürgerbeteiligung ad absurdum geführt

Mit dem Beschluss dieses Entwicklungskonzeptes für den Einzelhandel hat der Stadtrat der Verwaltung den Auftrag gegeben, die Planungen zum Eichplatz wieder aufzunehmen und vor allem die Entwicklung der Handelsflächen voran zu treiben.

Das widerspricht dem bisherigen Beschluss, wonach es eine Formulierung der Planungsziele durch ein extern moderiertes Verfahren begleitet durch ein Gremium aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft geben sollte. Die wichtigsten Planungsziele für den Eichplatz sind mit der Festlegung des Szenarios 4 und den zusätzlichen 10.000 bis 15.000 Quadratmetern Handelsfläche auf den Eichplatz bereits festgelegt. Das kommende Verfahren kann nun maximal noch bestimmen, was neben den Handelsflächen auf dem Eichplatz entstehen soll, die Handelsflächen selbst sind bereits durch den Stadtrat als Ziel formuliert.

2015-06-23T18:45:38+00:00