Stellungnahme des Altstadtvereins

Der Altstadtverein hat ebenfalls eine Stellungnahme zum Bebauungsplan abgegeben. In einer nachfolgenden e-Mail an die Ratsfraktionen behauptete Schatzmeisterin Elisabeth Wackernagel (CDU), der Altstadtverein existiere nicht mehr, habe keine Mitglieder, und der Text sei durch Reinhard Bartsch (FDP) im Alleingang verfasst worden. Bartsch, Vorsitzender des Altstadtvereins, bestreitet diese Vorwürfe.

Stellungnahme Eichplatz2013-1

Die angeführten Argumente sind auf jeden Fall bedenkeswert.

9 Meinungen zu “Stellungnahme des Altstadtvereins”

  1. Jenaer Bürger sagt:

    Na, dann reiht sich diese Stellungnahme doch wunderbar in die merkwürdige Unterschriftenaktion „der Jenaer Händler“ ein, die ebenfalls aus dem Nichts heraus entstanden zu sein scheint. Und paßt zum Eindruck der Unterschriftenliste auf jenapolis, wo kaum ein Unterzeichner im Örtlichen auffindbar ist und auch Pitti Platsch, Schnatter Rienchen und Chuck Norris fleißig bei den Gegenstimmen mitgezählt werden.

  2. Heidrun Jänchen sagt:

    @ Jenaer Bürger:
    Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mit vielen Jenaer Innenstadthändlern persönlich gesprochen. Ich habe nicht einen gefunden, der von den Eichplatz-Plänen begeistert gewesen wäre. Einige haben sofort gefragt: „Wo kann man dagegen unterschreiben?“, von vielen kam die sorgenvolle Frage: „Kann man dagegen überhaupt noch etwas tun?“
    Dass sich in einer Online-Liste auch mal ein Troll einträgt, ist wohl unvermeidbar. Ich will jetzt nicht behaupten, dass das die Kritiker des Moratoriums bewusst tun, um die Aktion zu diskreditieren. Das wäre zu viel Verschwörungstheorie.

  3. Jenaer Bürger sagt:

    Na selbstverständlich sind die meisten Händler gegen Konkurrenz. Was haben Sie denn erwartet? Trotzdem hat dieses merkwürdige Schreiben keinen klaren Verfasser. Woher Sie übrigens wissen wollen, dass ich nicht mit Händlern rede, bleibt Ihr Geheimnis.

  4. Der offene Brief auf jenapolis ist von mehr als 20 Innenstadthändlern unterzeichnet. Von „aus dem Nichts“ kann also keine Rede sein.
    Der Altstadtverein scheint ebenfalls noch zu existieren. Ich wüsste nicht, warum ich Frau Wackernagel mehr Glauben schenken sollte als Herrn Bartsch. Das Schreiben hat auf jeden Fall einen klaren Verfasser: Herrn Bartsch im Namen des Altstadtvereins, an dessen Existenz keiner zweifelt, wenn er z. B. das Feuerwerk zum Herbstmarkt finanziell unterstützt.
    Die Troll-Stimmen werden jetzt übrigens aussortiert. Es ist auffällig, dass sie sich in den letzten Tagen häufen, während auf der Straße immer mehr reale Leute unterschreiben.

  5. Jenaer Bürger sagt:

    Der offene Brief trägt keine einzige Unterschrift eines Händlers. Bitte schauen Sie selbst nach. Und wenn sich jetzt auf jenapolis 20 gefunden haben, die dort ihre Namen nennen lassen, dann ist das immer noch keine solch große Menge, dass Herr Bartsch von „den“ Jenaer Händlern sprechen dürfte. Bei den Unterschriften auf jenapolis hatte ich mir vor einigen Tagen mal die Arbeit gemacht, etwa 30 Namen im Örtlichen nachzuschlagen. Wissen Sie, wieviele davon dort zu finden waren? Keiner! Bei den meisten gab es nicht einmal die Nachnamen in Jena! Eben schaue ich noch einmal auf die Liste und sehe z.B. Gustav Gans oder Inge Koschmieder. Klar, ich kann nicht ausschließen, dass Entenhausen und Walter Moers Ihre Schöpfungen zur Unterschrift beauftragt haben, aber ich halte es doch lieber mit dem Realismus. Es ist mehr als unseriös, sich auf so etwas zu stützen.

    • Wenn zwanzig Namen unter einem offenen Brief stehen, dann sind das vielleicht keine Unterschriften, aber das ist formalrechtliches Hickhack. Die Händler sind offenbar damit einverstanden, dass da in ihrem Namen gesprochen wird.
      Ich kann ihnen versichern, dass ich durchaus einige der Online-Unterzeichner persönlich kenne. Die offensichtlichen Fälschungen in der Liste werden, nachdem wir auf das Problem aufmerksam geworden sind, entfernt. Bei Inge Koschmieder hätte ich selbst keinen Verdacht geschöpft. Wir können leider nicht ausschließen, dass sich Trolle da eintragen. Es ist freilich ein beachtlicher Zufall, dass die ersten Kritiken deswegen fast zeitgleich mit den ersten Troll-Einträgen kamen – als hätte da jemand nur darauf gewartet. Über Wochen gab es mit der Liste keinerlei Probleme. Sie werden wohl nicht unterstellen wollen, dass der BI daran gelegen sein kann, dass offensichtlich gefälschte Eintragungen da auftauchen. Ich persönlich finde es unfair, ein solches Mittel der demokratischen Meinungsäußerung zu sabotieren.

    • anderer Jenaer Bürger sagt:

      Was wollen Sie eigentlich mit dem Herumreiten auf der Unterschriftenliste zeigen? Dass es Leute gibt, die die Bürgerinitiative, das Moratorium und jenapolis diskreditieren wollen? gut, glaube ich Ihnen.
      Die BI müsste doch prasselblöd sein, ihre Liste mit Namen wie „Pittiplatsch“ oder „Schnatterinchen“ aufzufüllen. Wenn ich BI wäre (was ich nicht bin) und fälschen wöllte (was ich nicht will), würde ich gerade das Telefonbuch hernehmen und abschreiben.
      Wenn man die Sache unglaubwürdig machen will, dann machen die Pseudounterschriften mehr Sinn. Nachdem jenapolis die völlig blödsinnigen aussiebt, kommen jetzt wohl welche, die man nur findet, wenn man weiß, was man sucht. Für mich ist das einfach Sabotage.
      Außerdem kenne ich selber drei Unterzeichner, die nicht im Telefonbuch stehen. Das ist nämlich nicht Pflicht. Beweist also gar nichts.

  6. Eine Bürgerin sagt:

    Fühle mich als Normalbürger …
    Verstehe die ganze Aufregung nicht. Finde keine überzeugenden Argumente, dass die vorliegenden Entwürfe nicht gebaut werden sollten. Was meint die Bürgerinitiative mit …Maß und Phantasie …? Kleiner und edler, schöner …? Jena braucht bezahlbaren Wohnraum im Zentrum. Zur handelsfläche kann ich leider nichts sagen, dazu kenne ich die Pläne nicht genügend.
    Obwohl ich Radfahrer bin, halte ich es für übertrieben, genügend Fläche für Radfahrer bereit zu stellen. Das verleitet zum durchrasen wie in der Johannisstraße.
    Mir gefallen die Entwürfe, grüne Dächer und moderne Architektur.
    Ich wohne seit 1977 gerne in Jena. Zum Einkaufen fahre ich nach Erfurt, auch mal nach Leipzig. Jena hat eine Top-Lage, aber kein wirkliches Zentrum. Es wird höchste Zeit, dass sich das ändert.

  7. Lutz sagt:

    Kann es sein, daß so mancher sich auf Grundlage der heutigen Freiheit aufbläst und doch nicht für voll genommen wird? Und nun ein wenig Stimmung machen will? Es kommt einem schon vor wie im Kindergarten…. Zum Glück gabe ich nach 45Jahren Wohnen in Jena den richtigen Schritt gemacht und bin weggezogen. Es ist eine Schande für Jena, was man hier so von „Jenensern“ liest. Man kann ja auch noch mehr in der Innenstadt wegreißen und noch paar Licht- und Sichtachsen zu bekommen. So wie man über die Bahnanbindung vor Jahren diskutiert hat und sich jetzt wundert, daß Jena bald vom ICE-Verkehr abgekoppelt wird! (Wetten dazu werden noch angenommen!)
    Macht nur weiter so, ihr Schildbürger aus der Lichtstadt. Es ist zum Schmunzeln, diese Artikel der aufgeblasenen „Alles- und Besserwisser“ zu lesen. Zu guter Letzt bekommt ihr ein zugebautes Areal und dann noch solche „lichtstadtgerechten“ Fassaden wie vom Sonnenhof!

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