Pläne, Bilder und Materialien online

Derzeit ist für den Eichplatz der 3. Entwurf eines Bebauungsplanes in der Diskussion. Dazu gibt es folgende Materialien online:

Weiterhin gibt es online den Konfliktplan, der alle möglichen Baukonflikte auflistet, den Grünordnungsplan sowie den Umweltbericht.

Visualisierungen der geplanten Bebauung (bzw. der maximalen Ausmaße) sind ebenfalls vorhanden:

Zum Vergleich stehen hier die Materialien des zweiten Entwurfs der Eichplatzbebauung zur Verfügung.

Bilder und Pläne auf einen Blick:

https://www.dropbox.com/s/xf0ghfgpuuqa8nn#/

12 Meinungen zu “Pläne, Bilder und Materialien online”

  1. Jens Seyfarth sagt:

    Hallo,
    tut mir leid – der erste Eindruck des Entwurfs ist einfach furchtbar. Der freie Platz ist nicht „überdimensioniert“ und ungenutzt und was auch immer – wir brauchen ihn für Stadtfeste, Rummel, Weihnachtsmarkt – zur Not auch als Parkplatz zwischendurch (auch wenn da kein schöner Anblick ist). Meine Meinung ist: Hände weg! Man muss nicht alles zubauen, lasst den Platz frei. Andere Städte leisten sich auch einen Platz im Zentrum oder wären froh welchen zu haben. Seht nicht nur die auslaufenden Fördermittel oder das Geld was die Stadt einnehmen kann.
    Grüße, Jens

  2. Dipl.-Ing. Frank Helbig sagt:

    Ich würde eine großflächige, touristenwirksame Begrünung (sog. „grüne Lunge“ zum Entspannen) mit Schaffung von ober- und unterirdischen Parkplätzen bevorzugen. Parkplatzflächen sollten auch zur Durchführung von Kulturveranstaltungen jeglicher Art nutzbar sein. Erste Parkplatzengpässe sind schon derzeit in der Vorbereitung des Weihnachtsmarktes spürbar. In den letzten Jahrzehnten konnte man dem „Bausündenfrevel“ am Eichplatz langsam positive Seiten abgewinnen und sollte die Freifläche nicht zubetonieren. Den Traum von einer feingliedrigen und feinfühligen Retro-Eichplatzlandschaft sollte jeder begraben. Bestes Beispiel, was zu mit der Neubebauung zu erwarten ist, ist die jüngste Marktplatzbebauung, das sog. „Papageienhaus“.
    Grüße Frank

  3. Michael Bechmann sagt:

    Die Stadtplaner müssen sich bewusst sein, das hier am zentraler Lage in der Innenstadt durch die Arhitektur entschieden wird, ob der Eindruck eines Provinznests werden soll (in dem man Spielplätze, Bänke [statt Banken] und Parkplätze) oder ob man die wirtschaftlichen exponierten Großstadt, die Jena angeblich ist, auch der Architektur unterstreicht.

    „Die grüne Lunge“ hat man doch schon reichlichin der Nähe: Bot.Garten/Grießmannpark am Planetarium, Johannesfriedhof, Volkspark/Rasenmühlenenpark, alles in 5 min zu Fuß erreichbar). Jena soll doch keine Kurstadt werden.

    Ich plädiere für eine massive und moderne Bebauung. Etwa die Bilder aus der Fußgängerperspektivehier sehen sehr gut aus.
    Meine Idee wäre an der Ecke des Platzes zum Internettower zum alten Universitätsgebäude ein 17-20 stöckiges quaderförmiger Hochhaus (Grundfläche etwa 50m*30m): unten Banken/Gewerbe/Büro usw., ab 10. Etage Wohnräume. Daneben ein modernes Gebäude längs der Südseite der Johannisstraße ein moderne massive Architektur, wie in bewährter Architektur in anderen deutschen großen Städten ein modernes Kaufhaus, u.a. ein Elektronikmarkt, den diesesgibt es in der Innenstadt noch gar nicht (Bsp.:http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/45/Karstadt_muenchen_nahe_hbf.jpg)

    Und zwischen dem alten Rathaus gegenüber der H&M-Läden bis dort, wo derzeit die Dönerbude steht, bis zu zur noch erbauenden Hochhaus ca. 30m*30m eine „Kommunikations-Ecke“ mit Sitz-Bänken und kleinen Bäumen.

    Parkplätze (die es doch eigentlich mehr als reichlich schon gibt) ggf. unterhalb in Tiefgaragen/Kellern der Gebäude des Eichplatzes.

    • Andreas Wich sagt:

      Bebauen, Bebauen, Bebauen…. Inselplatz und Eichplatz die Letzten normalen Parkplätze in Jena auslöschen. Ganz große Sache 800 Stellplätze vernichten. Denkt einer mal an unsere auswärtigen Besucher die dann lieber zu Globus (hermsdorf oder Isserstedt)fahren weil parkhäuser einfach was furchtbares sind. Oder warum gibt es dort trotz langer wege riesige Freiparkplätze, weil viele autofahrer das wünschen!
      Und Stadtfeste ach egal haben ja hochbezahlte und studierte Leute von GANZ WEIT WEG, die Ahnung haben eingekauft für die Planung.
      Kultiviert die Parkplätze einfach Rundrum und Parkeinnahmen sind auch nicht zuverachten. Und was bringen Geschäfte, Geschäfte, Geschäfte wenn keiner kommt weil es keine Parkflächen gibt?

  4. Jana sagt:

    Die im Entwurf enthaltene Bebauung ragt mir viel zu weit in die Freifläche vor St. Michael, dessen Anblick man gern aus einiger Entfernung genießen möchte. Zwar leuchtet die Idee einer zum Markt führenden neuen Achse ein, zerstört damit aber den wichtigen Kirchenvorplatz.

    Eine kleinteilige, nicht zu hohe Bebauung könnte ich mir jedoch gut vorstellen. Wichtig wären mir ganz anders als die annonymen Fassadenzüge der Löbderstraße, dass sich die Häuser voneinander unterscheiden, keine einheitlichen „Einkaufsmeilen-Fassaden“ und zusammenhängende Dachflächen besitzen und vor allem, dass sie viel Freifläche für Cafés und Wasserspiele und Bänke lassen.

    Übrigens mag ich das so genannte „Papageienhaus“, da es die Flächenverhältnisse der historischen Marktfassaden gekonnt in moderener Bauform wiedergibt und sich gelungen einfügt. Dies ist leider auf der marktabgewandten Seite weniger gut gelungen.

    Eine stimmige Bebauung für den Eichplatz zu gestalten, ist durch die unterschiedlichen Baustile in seinen Randbereichen schwierig, aber im Sinne eines harmonischen Stadtbildes wichtig. Daher bin ich mit der überdimensionierten Bebauung durch die „Neue Mitte“ sehr unzufrieden, da sich deren Strukturen nicht zwischen den kleinteiligen und detailliert verzierten Johannisstraßenhäusern und dem historischen Collegium Jenense einpassen.

    Annonym wirkende, charakterlose Einkaufstraßen besitzen andere Städte auch, Jena braucht etwas Besseres, etwas Eigenes!

  5. Ulrich Schmidt sagt:

    Der Entwurf entspricht der alten Symetrie vor dem Abriss und sollte, mit Ausnahme der Gebäudespitze Richtung Weigelstr, so gebaut werden. Diese Spitze zerstört die Sichtachse vom Rathaus her und schafft Kleinstadtgassen mit Zugluft, Schatten usw.
    Gerade der Weg vom rel. neuen Baustiel der Weigelstr. und dem Eichplatzkomplex, braucht zum Altstadtkern einen Übergangsbereich. Dieser kann mit Bänken, Grünanlage und Kleinkindspielplatz gestaltet werden.
    Es ist Aufgabe der Architekten, eine harmonische, an das Umfeld angepasste und zeitgemäße Fassadengestaltung, zu erarbeiten.
    Unter das Areal ist eine Tiefgagare für die Anwohner und den öffentlichen Bedarf zu bauen.
    Der Rummel gehört, wie in fast allen anderen Städten, z.B. Rudolstadt und München, auf eine Fläche außerhalb der unmittelbaren Wohnbebauung.

  6. Tilo sagt:

    Der Entwurf erscheint mir recht gelungen. Meiner Meinung braucht der Eichplatz weder die Imitation von Tradition noch eine ausgedehnte Grünfläche. Geschweige denn den Erhalt der Parkplatznutzung. Die Stadtmitte soll vor allem das Gefühl von Urbanität vermitteln, worunter ich die Begegnungen der Menschen im öffentlichen Raum verstehe. Vor allem sollte Wert auf die Vielfalt der Nutzungen gelegt werden. Gastronomie, Handel, Wohnen und Kultur könnten in zentraler Lage sehr großzügige Innen- und Außenräume erhalten.

  7. Alex sagt:

    Also mal ganz ehrlich, der Entwurf passt nicht wirklich in die Jenaer Innenstadt! Zu groß, zu massiv, zu modern! Ein steriler Betonklotz in moderner Optik, mag vielleicht in die heutige Zeit passen, zerstört aber den Hauch von Altstadt-Flair und Charakter, den Jena im Bereich Eichplatz noch hat. Eine Bebauung zur Erschaffung von Wohnraum finde ich schon sinnvoll, jedoch sollte man nicht alle freien Flächen zupflastern, sondern auch durch breite Gassen, Grünflächen und Plätze noch einen Bereich zum Leben mit einbeziehen (und nicht zu vergessen, mehr Bewohner brauchen mehr Parkmöglichkeiten!). Ein „modernes Kaufhaus“ oder ähnliches an dieser Stelle ist völliger Nonsense. Mit der Goethe-Galerie und der Neuen Mitte gibt es mehr als genug Angebot in dem Umkreis! Und wie einer meiner Vorredner anmerkte, Elektronikmärkte sind mit dem Media Markt in Lobeda und dem Promarkt im Burgaupark auch vom Stadtkern mit Bus und Bahn in kurzer Zeit erreichbar und damit auf dem Eichplatz auch nicht zwingend erforderlich.
    Wer der Meinung ist, Parkplätze (die es angeblich „doch eigentlich mehr als reichlich schon gibt“) wären in ausreichender Anzahl schon vorhanden, ist gern eingeladen mir diese beispielsweise an einem Freitag Nachmittag oder am Wochendende (abgesehen von kostenpflichtigen Parkhäusern) zu zeigen! So eine Aussage kann eigentlich nur von jemandem kommen, der nur die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt! Selbst die etwas auerhalb des Zentrum liegenden Parkplätze, wie der Parkplatz an der Seidelstraße, am Stadion oder sogar Burgaupark, die zur Entlastung der Verkehrsdichte im Zentrum sorgen sollen, sind oftmals sehr gut gefüllt bzw überfüllt (was derzeit schon die Zeiträume zeigen, in denen der Eichplatz für Feste oder Märkte genutzt wird). Es ist daher notwendig, dass die Architekten und Stadtplaner sowohl den Nutzen durch die Schaffung von Wohnraum in ein gesundes Verhältnis zu Frei- und Grünflächen und Parkmöglichkeiten setzen.

    p.s.: Der Johannesfriedhof mag begrünt sein, hat aber rein gar nichts mit der Begrünung einer Innenstadt zu tun!

  8. Richard Meichelt sagt:

    Also als Architekt kann ich nur sagen, das aufgrund der vorgelegten „Visualisierungen“ hier eine Einschätzung der Situationen in keinster Weise möglich ist! Im Übrigen bin ich für eine moderne, ökologische (ja das heisst viel Grün! gern auch an Fassaden) und menschenoffene Stadtarchitektur an dieser Stelle oder für eine Freilasung des PLATZES! ein platz auf welchem sich viele menschen versammeln können, ist für mich immer ausdruck von starker demokratischer haltung. nich umsonst hatte man in der ddr große angst vor großen plätzen, wo viele menschen rauf gehen!

    VG Richard

    • Martin sagt:

      Lieber Richard,

      ich weiss ja nicht, was Sie von der DDR wissen, ich kann mich aber mitnichten erinnern, dass die DDR Angst vor großen Plätzen hatte. Hier beweisen Sie Unkenntnis. Solche innerstädischen Wüsten wurden doch bewußt angelegt (siehe ähnliche Platzsituationen in Dresden, Potsdam, Magdeburg, Berlin…) um große Menschenmassen für Aufmärsche, Maiparaden und Kundgebungen versammeln zu können. Von demokratischer Grundhaltung ist auf diesen sozialistischen Plätzen ja nun wirklich keine Spur sichtbar gewesen. Demokratischer Geist ist in der DDR eher auf der Strasse oder in Kirchen aufgekeimt. Ich weiss nicht wo sie 1989 waren, aber dass die Wende auf solchen Plätzen herbeidemonstiert worden wäre ist schlichtweg abwegig. Kennzeichnend für die bürgerliche Demokratie ist doch eher das solide Eigentum, das Bürger- und Geschäftshaus. Infolgedessen bin ich für eine möglichst dichte Bebauung des sog. „Eichplatzes“. Im eigentlichen reden wir hier auch nicht um den Eichplatz als kleinen Platz mit dem Burschenschaftsdenkmal. Eher doch wohl über ein pyeongjanghaftes Relikt eines kommunistischen Aufmarschplatzes, der der kleinteiligen Bürgerstadt Jena das Herz herausgerisse hat.

  9. Bettina Pohl sagt:

    Die Entwürfe sind für mich unerträglich. Häuserschluchten, dunkle graue Einkaufsstraßen und Betonklötze gibt es in jeder beliebigen zugebauten Innenstadt. Ich dachte immer in Jena würden wir es schaffen Anders zu sein, fortschrittlicher. Lasst die Sonne in der Stadt und schickt die Investoren nach Hause!

Eine Meinung oder Idee schreiben