Impressum

Verantwortlich für diese Website ist:

Bastian Ebert
Leutragraben 2-4
07743 Jena

Kontakt:
epost@admarkt.de
Tel. 0171/8018946

UST-ID DE249008867

_______________________

Bildnachweis:

Headergrafik: Jan Klomp @picasa CC NY NC SA

2 Meinungen zu “Impressum”

  1. Ulrich Kecke sagt:

    Hallo Herr Ebert, kurz nach unserem Telefonat schicke ich diesen Beitrag an Sie zur weiteren Verwendung zu. Tel. 0171-6240886
    M. E. muss klarer der Unsinn der startegischen Entscheidung „Jena wird Einkaufsstadt“ den Bürgern klar gemacht werden. Es geht nicht um die Größenordnung an Verkaufsflächen, Parkplätzen usw. – es geht darum, die Lebensbasis der Stadt langfristig zu sichern.

    Es folgt mein Beitrag:

    Eichplatzkonzept gräbt Universitätsstadt das Wasser ab!

    Die Stadt Jena lebt und gedeiht schon hunderte Jahre von Forschung und wissenschaftlichen Gerätebau –Nicht vom Verbrauch von Konsumgütern!

    Vor mehr als 100 Jahren wurde eine weitreichende Entscheidung von großen Geistern und Humanisten getroffen: Der Abriss des Stadtschlosses und der Aufbau der Universitäts-Gebäude! Eine Relikt der Monarchie wurde beseitigt, um freigeistige und fortschrittliche Entwicklung in der Stadt Jena zu ermöglichen. Ein Vorgang, der in unserer „aufgeklärten“ Welt zu oft noch umgekehrt verläuft.
    Mit diesem Neubau der Unigebäude wurde entscheidend zur Sicherung der theoretischen Basis der wissenschaftlichen Gerätebaus beigetragen. Von dieser strategischen Ausrichtung profitiert Jena mit Umfeld heute immer noch.
    Nach der Wende hat Lothar Späth & Co das richtig erkannt und die Uni-Entwicklung am Abbeplatz materiell-technisch gesichert. Welch Glück für unsere Stadt!

    Wo drückt der Stadt Jena offensichtlich der Schuh? Brauchen wir wirklich dringend in Jena mehr Einkaufsflächen und Büros?
    Allen bekannt sind die Probleme der Universität, die das Mark der Stadt Jena treffen: Überbelegung der Studienräume (privat angemietete Räume, Prüfungen müssen außerhalb Jenas durchgeführt werden …), chronischer Mangel an Wohnungen usw. usf.
    Die Universität, unser Aushängeschild der Stadt und strategische Lebensbasis, hat erheblichen Bedarf an Ausbildungsflächen und braucht dringend eine bedeutende Erweiterung der technischen Basis für Bildungsstätten. Das Universitätsleben ist in Jena mit der Stadtentwicklung organisch verbunden und historisch gewachsen.
    Die Geldfrage: Das Land hat genug Geld für Prestigeprojekte wie Beispiel die Sanierung der bereits subventionierten Therme und der Skikanal in Oberhof oder die komplette Neueinkleidung der Polizei usw. usf. Mit der Universitätserweiterung können sich Stadt und Land langfristig im öffentlichen Interesse verdient machen zumal diese wesentliche Teile einer Investition selbst schon in der Hand halten: Das Bauland und die Bildungseinrichtung Universität als Nutzer!
    Bisher habe ich keine sachliche, also mit dem Bedarf usw. begründete Aussage zur Notwendigkeit des Baues gefunden. Es wird regelmäßig über Details zur Ausführung gesprochen (ähnlich wie bei der Multifunktionsarena). Soweit ich weiß, wird nur von allgemeinen städtebaulichen Gestaltungsforderungen gesprochen. Die Gutachten im Entwurf zum Bebauungsplan erörtern m. E. regelmäßig nur Zulässigkeiten nicht aber sozial-politische Notwendigkeiten des vorgesehenen Baus.
    Für wen soll eigentlich gebaut werden? Angeblich für ein modernes Stadtbild und zum Wohle der Bürger!? Erklärbar ist aber die bisherige Herangehensweise nur mit dem herrschenden Zeitgeist, der durch die Verfolgung anderer häufig versteckter Motive und Interessen erkennbar wird.
    In dieser Bebauungsfrage agieren in der Lichtstadt offenbar keine großen Lichter!

    Weitere Kurznotizen:
    Das vorgesehene Spektakel am 13.10. mit digitalem Zirkus diskutiert keine Strategie, sondern soll offenbar die Bürger sichtbar beeindrucken, ruhigstellen und ablenken.
    Das die TLZ Möglichkeit zur Abstimmung über das Moratorium gibt ist lobenswert. Aber warum wird nicht dazu die Zieladresse vom Herausgeber, Bastian Ebert, bekannt gegeben?
    Auf meinen Hinweis vom 11.01.2011 zur Nutzung des Eichplatzes für die Universität antwortete die Stadtplanung, Frau Rietz: die Nutzung durch die FSU „würde jedoch der gewünschten, kerngebietsorientierten Nutzungsmischung … entgegenstehen.“ (!)
    Am 08.09.2011 verkündet Dr. Schröter, dass die Stadt für den Campus Inselplatz bis zum Herbst nächsten Jahres Baurecht schaffen wird! Offenbar nur ein Ablenkungs- und Beruhigungsmanöver für die Eichplatzkritiker.

  2. Roland Ullrich sagt:

    Meine Gedanken zur Eichplatzbebauung:

    Durch die „Visualisierung“ der Eichplatzbebauung am 13.10.2013 bin ich wie viele und nicht nur ältere Bürger Jenas erschrocken und wach geworden. Noch erschrockener wurde ich mit der Bewerbung des Entwurfs von OFB/jenawohnen.

    Was wurde beworben?
    Nach Meinung der Stadtverwaltung wird ein zeitgemäßes Stadtquartier mit hoher städtebaulicher Qualität errichtet. Nebenbei bemerkt: Wo bleiben die Investoren? Müßten nicht in erster Linie die Investoren ihr Vorhaben bewerben? Haben sie das nicht nötig?

    Welche Merkmale prägen diesen Entwurf?
    Nach meiner Meinung ist der Entwurf durchdrungen von Funktionalität, zweckdienlicher Sachlichkeit und Kubismus (im Volksmund wohl als „Betonklötze“ bezeichnet). Ästhetische Gestaltungsprinzipien, vorhandene Bausubstanz und historische Gebäude wie z.B. das Rathaus, „Zur Rosen“ und die Kirche mit Kirchplatz treten in den Hintergrund und werden zur Bedeutungslosigkeit verdammt. Wollte man nicht schon einmal das Rathaus anheben?

    Abgesehen von architektonischen Gesichtspunkten stellt sich eine weitere Frage. Warum wird mit einer finanziellen Geldleistung (Stellplatzablösung) die kritische Parkplatzsituation im Stadtzentrum noch verschlimmert wird. Warum werden nicht 2 Tiefgaragenebenen gebaut.
    Bautechnische Probleme sollten es nicht sein.

    In anderen Städte tickt man anders. Da werden im Stadtzentrum mit neu errichteten Handelsflächen Parkhäuser mit direktem Zugang zu den Handelsflächen errichtet (Leipzig – „Höfe am Brühl“). Kunden- und umsatzfreundlich kann man nur sagen.
    Auch unsere Ahnen tickten anders. Sie bauten für die Zukunft. Nach den Maßstäben der Eichplatzbebauung wäre z.B. das „Damenviertel“ heute wahrscheinlich nicht so beliebt, hätte kaum Parkplätze, die Straßen wären schmaler und das Viertel über alle Maßen kompakt bebaut.

    Der Eichplatz sollte so bebaut werden, daß die Jenaer und ihre Besucher auch in 30, 40 oder 50 Jahren noch sagen können: Oh, das ist gelungen.

Eine Meinung oder Idee schreiben