Ideen für den Eichplatz

Am 16.04.2014 hat der Stadtrat den Verkaufsbeschluss vom 04.12.2013 per Beschluss aufgehoben. Damit ist die geplante Bebauung erst einmal vom Tisch, aber es gibt noch immer den Rahmenplan von 1993. Die Gefahr, dass nach der Sommerpause (und nach der Kommunalwahl) ein ähnliches Projekt angestoßen wird, besteht nach wie vor. Wir meinen, jetzt wäre eine ernstgemeinte, ehrliche Bürgerbeteiligung an der Reihe, um herauszufinden, was die Stadt als Ganzes an dieser Stelle möchte.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die abgestimmt haben, und all denen, die uns in den letzten Wochen mit Zeit, Ideen, Geld und guten Worten unterstützt und dieses Ergebnis damit möglich gemacht haben. Jena hat gezeigt, dass es sich nicht von bunter Werbung blenden, sondern Argumente sprechen lässt.
Jetzt freuen wir uns auf einen kreativen Neuanfang, bei dem sich hoffentlich viele Jenaer beteiligen.
Vielen Dank und – Neustart!

52 Meinungen zu “Ideen für den Eichplatz”

  1. Wieland Rose sagt:

    Mein Eichplatz,
    der Name wurde nicht umsonst gewählt. Im Allgemeinen kann man schon sagen das ein Platz in der Innenbereich einer Stadt mehr oder weniger Allgemeingut ist. Wenn es dort bedeutende Änderungen geben soll sollte man auch alle Bürger der betreffenden Stadt mit einbinden. Diese Seite soll dabei helfen Meinungen zu sammeln und Ideen sowie Ängste aufzuzeigen.

    Meiner Meinung nach sollte der Platz ein neues schönes Zentrum für die Stadt bilden welches die Lebensqualität deutlich erhöht. Einkaufsmöglichkeiten gibt es reichlich aber eine schöne Grünanlage die allen zugänglich ist fehlt der Innenstadt noch. Dies sollte auch für den Eichplatz im Vordergrund stehen. Eine Kleinteilige-Bebauung wäre auch möglich solange diese auch wirtschaftlich ist. Das heißt es kommt nicht zu Leerständen die absehbar sind. Auch der dringend benötigte Wohnraum in Jena wäre eine mögliche Option für die Bebauung des Platzes.

    LG Wieland Rose, Ortsteilrat Zentrum

    • Sehr geehrte Damen und Herren,
      lieber Bürgermeister,
      ich beziehe mich auf Ihr Schreiben an alle mit Hauptwohnsitz in Jena gemeldeten Bürger, das auch ich im Briefkasten hatte, und mit dem Sie für Ihr Eichplatz-Projekt mit Wohnungen und Gewerbeflächen werben.
      Meiner Meinung nach geht es Ihnen nicht um das Wohl der Bürger. Sie vertreten ausschließlich wirtschaftliche Interessen. Jena ist bereits eine wirtschaftlich florierende Stadt. Man muss das nicht noch weiter fördern oder die Innenstadt noch weiter mit Beton zupflastern (egal in welche Form dieser Beton gegossen wird). Ihr Versprechen, dass bereits ansässige Gewerbetreibende mit ihren kleinen Läden durch das Projekt nicht gefährdet würden, halte ich für nicht haltbar.
      Wenn Sie tatsächlich uns Bürger vertreten wollen, dann bauen Sie am Eichplatz einen grünen Park. Das ist es, was wir Bürger wollen und was in der Innenstadt fehlt.
      Ich lehne Ihr Vorhaben für den Eichplatz, Wohnungen und Gewerbeflächen zu bauen, ausdrücklich ab.

      Mit freundlichem Gruß
      HP Torsten Rösch, Chiropraktik Zentrum Jena

  2. Bernd Haedrich, Jena CityCenter sagt:

    – kleinteilige bebauung mit durchgaengen und innenhoefen zum verweilen (bei jenapolis gab es schon gute vorschlaege – magdeburg, frankfurt…)
    – nutzung als kleine geschaefte, gaststaetten, wohnungen usw.
    – parkplaetze in tiefgaragen und auf keinen fall mehr obererdig
    – den „neuen“ eichplatz, in etwa der groesse, wie er mal urspruenglich existiert hat
    …tbc.

    • Andre Fritsch sagt:

      Also ich habe leider erst jetzt hierher gefunden. Das ist in sofern bedauerlich als das ich mich als Jenaer für unsere Stadt als Heimat interessier.

      Nun zu meiner Meinung: Leider wird in den vorliegenden Vorschlägen meistens nur einseitig betrachtet wie man die Fläche möglichst gewinnbringend nutzen kann(das ist in Jena eine grassierende Unart von Seiten der Stadtverwaltung).
      Persönlich würde ich aus mehreren Gründen folgendes toll finden: Der Eichplatz bebaut mit mehreren Etagen:
      1) Oberirdisch eine große Grünfläche mit einem Zentralen größeren Brunnen/Wasserspiel welches Platz für Erholung und vor allem ein besseres Stadtklima sorgen könnte. Hier wäre es durchaus wirtschaftlich sinnvoll an den Rändern diverse Eisdielen oder Kaffees zu platzieren. Bei entsprechendem Design könnte man den Brunnen durchaus in der Kalten Jahreszeit zu einer Eislaufbahn umfunktionieren. Es würde ein wundervolles zentrales „Naherholungsgebiet“ entstehen. Die Fläche könnte im Übrigen durchaus auch für größere Veranstaltungen genutzt werden(Kundgebungen oder Konzerte etwa).
      2) Untergeschoss könnte weiterhin einen Großparkplatz beinhalten, welcher die angespannte Parksituation entlasten könnte und das ganze ohne die Innenstadt zu „verschandeln“.

      Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich gegen eine zu enge Bebauung mit Überbauungen bin. Dies hat nicht nur ästhetische Gründe, sondern ist begründet in den Erkenntnissen der letzten Jahre. Weltweit wurde festgestellt, dass zu enge Bauweisen die Stadtklimata negativ beeinflussen, da kein „Durchzug“ für Kühlung besteht und ausserdem die Luftverschmutzung steigt. Dies, so denke ich, gilt umso mehr für unsere Stadt mit ihrer Lage in einem Talkessel.

  3. Bernd Haedrich, Jena CityCenter sagt:

    …und das Dingens auf dem Bild, oben auf dieser seite, ist uebrigens NICHT der Eichplatz. Das sind die Reste der von den Kommunisten frei gesprengten Innenstadt!
    Der hiess mal Platz der Kosmonauten und hat mit dem eigentlichen Eichplatz mal ueberhaupt nix zu tun!
    Das wissen aber die ganzen Zugereissten, wegen allgemeiner Desinformationspolitik leider nicht!
    Dorst stand vor Napoleon und den Ulbricht-Leuten mal eine komplette Bebauung und keine haessliche Parkflaeche fuer Jena-Wochenend-Penitrierer!
    Bedenkt das bitte auch mal.
    Und bitte nicht, wegen dieser haesslichen „Baumlandschaft“ schreien! So haesslich, wie das drein scheut, kann man da nur schnellen Schrittes dran vorbei laufen, falls man nicht zuuu viel Tagesfreizeit hat…
    Muss denn alles immer und immer wieder zerredet werden, in diesem „provinziellen Uni-Kaff“? Ich gleube, ich hatte Recht, mit meiner Vermutung, dass wir noch 20 Jahre warten muessen…
    Prost!
    …wieso stehen da in der Quergasse 1 keine Getraenke auf dem tisch?…….

  4. Hoffmann, Jena sagt:

    Aber Herr Haedrich, bitte die Contenance bewahren. Beschimpfungen sind der Sache nicht dienlich. Zu bewahren ist Jenas Innenstadt jedenfalls vor „architektonischen Verbrechen gegen die Einwohner(„heit“)“. Ich bin der Meinung, dass die Zeiten vorbei sein sollten in denen sich die Architekten übertrumpft haben, mit ihren provokanten, unästhetischen, unharmonischen, hässlichen Klötzen aus Glas, Stahl und Beton. In der Art: „Oh ja wir sind ja sooooo modern, um jeden Preis. Auch um diesen, dass sich in solchem Falle die Menschen dort nur ungern aufhalten (nicht vorhandene Ästetik und Harmonie). Berücksichtigung bei der Gestaltung, muß in jedem Fall die Affinität, der Thüringer und Jenenser, zur Natur finden. Das, was man sieht und empfindet, wenn man AUF dem Intershoptower steht und den Blick ringsum schweifen lässt, DAS sollte sich auch zu dessem Fuße wiederfinden, wenn man hinab schaut. Also harmonische, nicht erdrückend wirkende Architektur, bestehend aus Baustoffen, welche gewachsen und entstanden sind, gepaart mit viel Grün. Viel zu oft muß man in letzter Zeit sehen und hören, dass die Natur irgendwelchen aberwitzigen Bauprojekten weichen muß, bei denen nur der Profit der Investoren, nicht aber der Bürger im Mittelpunkt des Interesses steht.

  5. Hoffmann, Jena sagt:

    …Das Thema beschäftigt mich doch zu sehr, als dass ich es jetzt hätte sein lassen können, darüber nchzudenken wie ein konkreter Vorschlag aussehen könnte. Also dann. Runde formen in der Architektur, das wäre doch mal innovativ. Rundungen und organische Strukturen, das wirkt sogar auch noch modern, weil unverbraucht und nicht oft anzutreffen im Straßen-bzw. Städtebild. So könnte Jena ein Vorreiter in der Architektur des 21. Jahrhundrets werden. Glas, Stahl, Beton, scharfe Kanten, aalglatte, triste, glatte Flächen; das ist doch von gestern! Von oben betrachtet könnte der Eichplatz einen kreisförmigen oder ovalen Grundriss bekommen indessen Zentrum eine….na,….EICHE, genau… steht. Der Eichplatz ist ja nicht sooo riesig, aber sternförmig, von der Eiche weg, bzw. hin, führen Wege (Gassen?), von denen man, wenn man rechts und links aufschaut, auf Häuser blickt die so aussehen könnten: schräge Fassaden (pyramidenstumpfartig), deren Winkel aber sehr steil ist, sodass es nicht direkt wie eine Pyramide aussieht. Fenster bestimmen maßgeblich das Erscheinungsbild der Fassaden aufgrund ihrer ovalen Formen, welche vertikal und auch horizontal angeordnet sind und sich durch ihre größe unterscheiden. Die Ecken der Häuser sind deutlich abgerundet (Radius zwischen 0,5m-1m). Die Eingänge der Häuser sind halbierte Ovale oder auch parabelförmig. Die Fassadengastaltung beinhaltet, mehr oder weniger dezent, die Ornamentik des Art Deco aus den 20er Jahren. Auf mich wirkt sie modern aber trotzdem ästhetisch. Je 2 Bäume säumen den Ein- u. Ausgang eines jeden Weges (Gasse, wie man es nennen will), welche man passiert, wenn man das Oval (den bebauten Platz) betritt oder verlässt. Soweit meine Gestaltungsvorschläge. Also liebe Bürgerinnen und Bürger unserer geliebten Stadt Jena, lasst uns an den Gestaltungsvorschlägen gemeinsam feilen und einen ästhetischen, harmonischen Ort neu entstehen. Den Eichplatz des 21. Jahrhunderts.

  6. Bernd Haedrich, Jena CityCenter sagt:

    @H. Hoffmann, wo habe ich hier jemanden beschimpft?

    Ansonsten teile ich ihre nicht zu realisierenden Visionen gerne. Das ist aber leider nicht machbar.

    Man benoetigt Investitionen von Privatleuten, die sich rechnen muessen! Die Stadt selber bekommt ja nix vernuenftiges auf die Reihe…

    Und da ja diese Seite hier (und die Leute, die sie betreben) auch nix bewegen wird_en, schlage ich vor das auf jenapolis.de weiter zu „erlaeuten“…

  7. K.-H Köhler sagt:

    Den angeführten Vorstellungen des Herrn Hoffmann kann ich gut beipflichten. Meiner Meinung nach sollte man nicht mehrere kleine Innenhöfe entstehen lassen(Hinterhofcharakter), sondern nur einen etwas größeren Platz, damit die Sicht auf die historischen Häuser der Johannisstraße+Johannistor und zum Landgrafen erhalten bleiben.
    Also in dieser Richtung eine abgestufte Platzgestaltung, mit Brunnen oder Wasserspielen(wurde ja in den letzten 20 Jahren alles aus der Innenstadt entfernt), Bäumen u.ä. und natürlich mehreren Sitzgelegenheiten.
    Parallel dazu müsste natürlich der Sandkasten der Jungen Gemeinde der Kirche und die „Pissrinne“ aus der Johannisstraße verschwinden. Wir haben unweit vom Zentrum der Stadt mehrere schöne Spielplätze für Kinder. Soviel Niveaulosigkeit habe ich noch in keiner Fußgängerzone bzw. Innenstadt in ganz Europa gesehen, zumal man sich ja gern als Stadt der Wissenschaften,des Lichtes, Denkfabrik usw. bezeichnet.

  8. V. Lipka geb. in Jena sagt:

    Bis 1969 lagen drei wunderschöne romantische Kleinstadtstraßen parallel zueinander, die Johannisstraße, die Leutrastraße und die Kollegiengasse, begrenzt zum Johannisplatz/Schillerstraße durch die Rinne. Der „Eichplatz“ war ein eingebetter Platz zwischen der Johannis- und Leutrastraße. Die Kriegschäden waren weitgehend beseitigt, der kleinstädische gemütliche Charakter wieder eingekehrt, da fielen alle drei Straßen bis auf die Nordseite der Johannisstraße dem Größenwahn der damaligen Ulbrichtregierung zum Opfer! Ein Haus nach dem anderen wurde abgerissen oder gesprengt! Es war für uns Jenaer zum Heulen! Man baute auf dem brutal freigefegten Platz, den die Stadt bis heute verschandelnden Protzturm, eine Errungenschaft und „Denkmal des Sozialismus“! Heute traut man sich an das Monster nicht mehr heran, Zugereiste finden den Klotz sogar schön und man wollte ihn nach einer Umfrage vor Jahren unbedingt erhalten. Unterdessen sogar zum „Wahrzeichen“ erhoben und weil man heute nicht mehr so gut deutsch spricht, mit „JENTOWER“ bezeichnet.
    Mein Vorschlag und der vieler Einheimischer: Abreissen des Monsters und „Neuerrichtung“ der drei Straßen im damaligen romantischen Stil mit eingebetten Eichplatz! Schon gar keine „Klotzbebauung“ erlauben!
    Jena würde einen Teil seines ehemals „gemühtlichen“ Charakters zurückerhalten!

    • Martin Pohle sagt:

      Wenn ich das hier bemerken darf, Ihre Art der „Gemütlichkeit“ ist ein realitätsfremdes Biedermeiertum. Verraten Sie mir bitte, wie das Unternehmen Intershop mit seinen 200 Mitarbeitern in ihren Butzenscheiben-Häuschen hausen soll?

      Es hört sich an, als betrieben Sie Bilderstürmerei, es geht Ihnen bloß um die Wiederherstellung eines romantischen Zustandes, des es nie gegeben hat. Zwar war die Eichplatzbebauung im Größenmaßstab menschlicher, aber so alt und teilweise baufällig ist sie auch gewesen. Das rechtfertigt die Brutalo-Umgestaltung der Kommunnisten in keiner Weise, Ihre Sicht ist jedoch ebenso nicht hilfreich.

      Der Turm und die Bürolandschaften in der Mitte Jenas gehören unabänderbar zum Stadtbild. Sie haben ihre architektonische Qualität und Berechtigung. Die alte Bebauung kehrt auch nicht wieder zurück, für Giebelchen, Türmchen und irgendwelche Hobbit-Architektur finden Sie keine Bauherren. Daher rate ich zu einer realistischeren Argumentation

  9. H. E. Kohl sagt:

    Bei der Befragung vieler gibt es auch viele Meinungen – häufig auch viel unsachliches und unsinniges.
    Jena hat keine gemütliche Innenstadt – nur 2 ‚Galerien‘.
    Um so etwas zu schaffen, sollten hier Geschäfte und Gaststätten mit Wohnungen entstehen, die die Basis zum Bummeln und eine Verbindung zum vorhandenem schaffen.
    Zur Stadt im Grünen, wie Jena genannt wird, brauchen wir nicht weitere Bäume im Zentrum, da wir ein wunderbares ‚Paradies‘ haben. Das liegt nämlich in der Stadt – ist leider ein wenig verkommen (Paradieskaffee).
    Ganz wichtig aus meiner Sicht: in 2 Etagen unter dem Platz eine maximale Zahl von Parkplätzen zu schaffen. Das Innenstadt würde wesentlich gewinnen, wenn außerhalb der Parkhäuser nicht mehr ‚wild‘ und unerlaubt geparkt würde. Eine lohnende Investition!!!

  10. Hamann sagt:

    Ich denke das wir uns darüber freuen sollten noch eine lebendige Innenstadt zu haben. Dies und der wirklich dringende Bedarf an Wohnungen in Jena ist uns doch allen bewußt.
    Ein gesunder Mix aus Geschäfts und Wohnfläche 50/50 wäre doch ideal.
    Ich verstehe nicht warum Wohnraum immer als uninteressant für Investoren gilt, bei uns in der Straße hat ein Investor aus Südafrika ein Haus mit WG tauglichen Wohnungen für Studenten gebaut, scheint sich ja lohnen.

    Die Idee von Hoffmann finde ich ungemein charmant, muß auch sagen, das ich den Gegensatz zwischen Altstadt und Uniturm immer sehr gut fand, das gibt der Innenstadt eine Spannung, nimmt ihr die süßlich Gemütlichkeit.

    Hauptsache Wohnraum Wohnraum Wohnraum, egal wie er dann aussieht.

  11. Rita Liebtrau sagt:

    Ich bin unbedingt dafür, dass der künftige Eichplatz Raum für Erholung und Grün bietet, Bänke für ältere Bürger und Platz für Kinder zum Spielen. Auch kleinteilige Bebauung mit Wohnungen finde ich in Ordnung. Parkplätze sollten unbedingt unterirdisch angeboten werden, also ein Parkhaus. Es ist Wahnsinn, mitten in der Stadt eine so große Fläche einfach nur mit Autos vollstellen zu lassen – die pure Verschwendung und ein Schandfleck, der nicht sein muss, weil Parkhäuser eine gute Alternative sind. Andere Städte machen es vor: es geht.
    Einen Riesen-Einkaufsmarkt auf dem Eichplatz finde ich absout verfehlt und das Innenstadt-Bild verletzend. WENN schon tatsächlich Bedarf sein sollte an solchen Riesen-Märkten mitten in der Stadt, dann fände ich es sehr viel vernünftiger, über derartiges bei der Bebauung des Insel-Platzes nachzudenken. Dort hin muss auf jeden Fall ein „Magnet“, weil erst dann, wenn die Leute Grund haben, bis zum Insel-Platz zu laufen, auch das immer weiter absterbende Einkaufsgebiet Jena-Ost wiederbelebt werden würde. Man muss strategisch denken, glaube ich. Und der Eichplatz sollte unser grünes Herz werden, Oase und Raum für Menschen, und nicht einfach nur zugebaut werden.

  12. H.-H. Raisin sagt:

    ich finde die Anregungen von H.E. Kohl unumgänglich, denn eine Innenstadt wird nur funktionieren, wenn die Auto´s Platz finden. Erst recht wird das ein Problem, wenn in der Innenstadt Wohnraumm geschaffen werden soll. Wo sollen da dann die Auto´s hin? Das Damenviertel quillt jetzt schon über…
    Dem vorliegenden 3. Entwurf kann ich insofern Gutes abgewinnen, als daß die Sichtachse Markt-Weigelstraße unterstützt und aufgewertet wird, mit Sonneneinflutung um etwa 11.00 Uhr.
    Auch begrüße ich die im 3. Entwurf realisierte Wiederaufnahme der alten Jenaer Straßenzüge, die V. Lipka ja auch angeregt hat.
    ABER: die vorliegende, wieder nur nach Beton-Beton-Beton und glattgelutschten Billigfassaden riechende Bebauungsplanung ist abzulehnen. Die Gebäudequader sind für mein Empfinden überdimensioniert und erschlagen die vorhandene alte Bausubstanz, allen voran das alte Rathaus, welches sich schon jetzt nur mühsam gegen das Papageienhaus durchsetzen kann. Kommen da noch mehr und größere Kisten à la Leutra-Karrée hinzu, geht das alte Jena endgültig unter. Entlang der alten Straßenzüge braucht es meines Emfindens nach kleinparzellige Bebauungen und halbwegs gekonnte Stilmittel, wie man es z.B. beim Neubau des Kirsten´schen Hauses recht akzeptabel umgesetzt hat. Und nimmt man statt Beton mehr Holz oder Sandsteine, hat man schon fast alles richtig gemacht.
    Im Übrigen finde ich es ein nettes Gedankenspiel, die o.a. „Pissrinne“ durch den gesammten Innenstadtbereich zu führen. Wer Freiburg i.B. kennt, wird wissen, was ich meine…
    Und es braucht, wie oben angeführt, um die Stadt wirklich mit Leben zu füllen, viel weniger Auto´s. Bäume, Bänke, Cafe´s & spielende Kinder kommen dann fast von ganz alleine. Und dann rechnet es sich auch. Für Alle.

  13. peffen sagt:

    Vielleicht sollte man diesman ein bisschen hoeher bauen. Jena liegt im Tal, da sind die Moeglichkeiten begrenzt. Alle beschweren sich ueber Wohnungsnot?

    Warum keine 30 stock hochhaus und davon 25 stoecke wohnungen?

  14. Bei mir kommt langsam der Verdacht auf, dass diese Initiative eher den Widerstand gegen eine oberirdische Bebauung bei der Bevölkerung aus dem Weg räumen soll, bevor sich deren Widerstand ala Stuttgart21 bilden würde.

    Ich hoffe, dass die Bebauung der Sonnenhof-Rückseite noch zu einem Umdenken beim Eichplatz führen wird, nach dem Aufruhr in der Bevölkerung von Jena, wenn sie die Wirkung der postmodernen Gebäude des Sonnenhofes neben der alten Bebaung vor Augen geführt bekommen haben.

    http://www.statik-ibk.de/upload/pict-4ae709689d1b70.25790656_small.jpg

    http://www.jenapolis.de/wp-content/uploads/2009/07/sonnenhof-300×224.png

    http://swiss.magazin-world-architects.com/portal/pics/newsletter/magazin/2008/37_08/jmayerh_sonnehof_jena.jpg

  15. R.M. Macke sagt:

    Die Idee von peffen finde ich sehr aufgreifenswert.

    Die „Kecksrolle“ sollte ja irgendwann auch mal aus 2 Türmen bestehen. Man sollte also einen zweiten höheren und größeren Turm passend daneben setzen, vielleicht ähnlich dem Commerzbankturm in Frankfurt. Mit verschiendenen eingehängten Gärten für Grün in der Innenstand und zum erholen; mit großem Parkhaus, denn ohne dass der Bürger in der Stadt parken kann, wird er lieber zum Einkaufen auf die „Grüne Wiese“ fahren; mit großem moderem Einkaufszentrum und natürlich mit Wohnungen, deren Bewohner ebenfalls an den „Gartenetagen“ Gefallen finden werden.

  16. Sind Sie für eine verbindliche Bürgerabstimmung in Jena, ob der Eichplatz oberirdisch bebaut werden soll oder nicht, da diese weitreichende Entscheidung nicht von “Fachleuten” und Bürokraten getroffen werden darf?

    Bis jetzt abgestimmt:

    Ich bin für eine verbindliche Bürgerabstimmung der Wähler in Jena: 90%

    Ich bin gegen eine verbindliche Bürgerabstimmung der Wähler in Jena: 10%

    • Josef Kickartz sagt:

      Ich bin natürlich für eine Bürgerabstimmung ……..

      aber bitte damit verbunden auch,
      wenn die Mehrheit der Jenenser diese „Planung“ dorthin verbracht hat, wo sie auch hingehört,
      nämlich in den Mülleimer der Geschichte,

      dann auch eine NEUE Planung auf Basis dessen, was die Profis der Bauhaus Uni Weimar schon angedacht haben und mit dem sich die Mehrheit der Jenenser gerne anfreunden würde.

      Und vor Allem OHNE die Pämisse, dort einen riesigen und Alles einnehmenden EINKAUFS-MOLOCH zu platzieren, der den Kleinhandel in Jena zerstören wird und auch den bisher etablierten Kaufhäusern und Mitarbeitern das Leben schwer machen wird.

    • Obi W. K. sagt:

      @Wolfgang Kuhnle
      „Bis jetzt abgestimmt:“ u.s.w.
      auf der Seite: Verfasst am: 12.12.2005
      Und jetzt fehlt kaufmännisch ausgebildeten Statistikern auch noch eine Zahl: 30. Also sage und schreibe 30 Leute stimmen ab, immerhin vielleicht schon seit fast fünf jahren, vielleicht auch weniger, man weiß es nicht. Aber der Beitragschreiber Kuhnle verschweigt die Zahlen. Taschenspielertricks? 90 Prozent (immerhin 27 Menschen). Taschenspielertricks und Volksverdummung.

  17. Josef Kickartz sagt:

    BROT UND SPIELE …….. ABER MEHR AUCH NICHT!

    Zumindest für mich steht fest ……….
    man wird dieses Projekt durchwinken, komme was da wolle.

    Und der Bürger darf ein wenig seine Meinung sagen, aber nur „begleitend“!
    Mit dieser VORGABE geht aber einher, dass man/frau nur kosmetische Ideen beitragen darf …… im Sinne von:

    Die Titanic säuft definitiv ab; wir bitten die Passagiere der einzelnen Klassen, sich schriftlich zu äußern, wann das Abendessen mit oder ohne Musik in der erste Klasse entsprechend auch die zweite und dritte Klasse, stattfinden soll!!!!!!

    Hahaha ……….. das war ein Scherz aber auf Jena übertragen bedeutet dies:

    Bürger, Du darfst Deine Ideen abgeben für etwas, was in Gänze so nicht gebaut werden darf.

    Ein Super-Anachronismus mit, wenn, dann fatalem Ausgang [s. Dresden]

    WOLLT IHR EINE WEITERE BRÜCKE, UM DIE LEIDIGEN VERKEHRSSTAUS BEI DEN AKTUELLEN BRÜCKEN ZU VERRINGERN???

    JAAAAAAAAAAAAAAAAA und dann wurde Dresden das Weltkulturerbe aberkannt, weil offensichtlich man den Bürgern die Tragweite dieser WOLLT IHR BRÜCKE nicht verdeutlicht hatte. Am Ende hat man sogar den Bürgern, die zuerst dafür und dann mit Recht dagegen waren, unberechtigte Vorwürfe gemacht wegen gestern hüh und heute hot.
    NUR die Bürger konnten zu Beginn gar nicht anders als zu einer NUR ENTLASTUNGSBRÜCKE Ja sagen, da sie eben NICHT über alle Konsequenzen aufgeklärt worden waren.

    LERNEN WIR AUS DIESER GESCHICHTE!!!!!!!!

    Es MUSS den Bürgern in Jena klar gemacht werden, dass es bei dem
    quadratischen Superklotz sich um die Umbauung einer großen Einzelhandelsfläche geht ……… egal, welche urbanen und architektonischen Konsequenzen dann entstehen und für viele, viele Jahrzehnte dann bleiben!!!!!!

    Kurzum: DER ANSATZ IST FALSCH!!!!!

    Wir brauchen kein weiteres Einkaufsmonstrum in der Innenstadt, wir brauchen kleine Läden, die dann auch problemlos sich in ein urbanes Stadtareal, welches z.B. eine „Flanierstraße“, Springbrunnen, Grünanlagen, eine Veranstaltungsfläche usw. aufweist, einbetten.

    DIESE BEIDEN MONSTRÖSEN KLÖTZE, DIE DAS GESAMTE ZENTRUM ERDRÜCKEN WERDEN, DÜRFEN NIEMALS GEBAUT WERDEN!!!!

    Ich verweise nochmals auf die sehr detaillierten und alle grundsätzlich URBANEN Entwürfe der Bauhaus Uni Weimar, die jeder für sich eine schallende Ohrfeige für die aktuelle „Planung“ darstellen.

    WIR DÜRFEN HIER IN JENA KEIN ZWEITES STUTTGART 21 ZULASSEN!

    WIR, DIE BÜRGER VON JENA KÖNNEN ES NOCH VERHINDERN!!!!!!!!!!

    Ach ja …….. wenn man aus der städtischen „Begründung“ den Pseudoaspekt Gewerbefläche herausnimmt, fällt zumindest der Super-Beton-Klotz planerisch in sich zusammen!

    Ich bin überzeugt, dass alle Einzelhandelsgeschäfte und deren Mitarbeiter in Jena Mitte GEGEN diese Art von „Bebauung“ sein werden, wenn auch denen klar wird, das durch die Platzierung eines solchen Einkaufscenters nur Arbeitsplätze verschoben werden und der kleine Einzelhandel zerstört werden wird resp. verhindert wird. Geld können auch die Jenenser nur EINMAL ausgeben!

    ES WIRD ZEIT, DASS WIR ALLE AUFSTEHEN UND DIESEM TREIBEN EINHALT GEBIETEN!
    KOMMT ALLE ZU DEM NÄCHSTEN „MEIN EICHPLATZ“ TREFFEN UND ZEIGT FLAGGE!!!!!!!!

  18. 3r1c sagt:

    Erst einmal bin ich für mehr Bürgerbeteilung das was bis jetzt von der Stadt Jena kam war nicht sonderlich viel entgegenkommen…Da geht sichertlich viel mehr…
    Wenn ich dann manche Kommentare der „Alt eingessenen“ hier lese wird mir schlecht… Wieso soll bitte die Keksrolle abgerissen werden… wo sollen denn die ganzen Büroräume herkommen?

    Jena ist eine moderne, junge und wirtschaftliche starke Stadt und war in vielen bereichen immer vorreiter… wieso sollte das also heute nicht mehr gehen?

    Wieso kann man keinen Kompromiss finden zwischen Wohnen, Einzelhandel und Wirtschaftsraum… Klar ist, das was gerade zu sehen ist, ist ja nur ein „grundplan“ aber ich bin dafür das man auch mal etwas wagt… wenn in Jena schon der Platz fehlt dann muss eben weiter in die Höhe gebaut werden… Die Zeiten wo der Eichplatz mit max. 3-4 stöckigen Wohnhäusern bebaut war ist nun mal vorbei… Da wo jetzt das „Schiff“ steht kann meines erachtens ruhig Wohnraum geschaffen werden und im EG platz für Einzelhandel… allerdings sollte der Platz auch gut ausgenutzt werden… der andere zu bebauende bereich könnte nochmal geteilt werden so dass das näher an der Keksrolle stehende gebäude vielleicht mal ein neuer Büroturm wird und der vordere Teil richtung Markt kann dann ebenfalls noch mit Wohnraum bebaut werden… auf jedenfall sollte die Tiefgarage nicht vergessen werden…

    Soviel zu meinen Vorstellungen für den „Eichplatz“/“Kosmonautenplatz“
    Aufjedenfall muss mit der Bürgerinitiativen weiter an mehr Bürgerbeteiligung gearbeitet werden… bisher sind die Ansätze gut allerdings entscheidet die Stadt immer noch zu sehr über die Köpfe der Leute hinweg

  19. Peter sagt:

    Baut dort ein großes Denkmal für den Bürgermeister und seine Freunde!
    Dann kann man Ihn erkennen.
    Napoleon hat das auch so gemacht!

  20. Martin Pohle sagt:

    Angesichts der Vorredner-Kommentare darf ich um sachliche Argumente bitten. Vor allem solche hysterisch-überzogenen Analogien zu Bahnhofsbauten in süddeutschen Großstädten bitte ich zu vermeiden

  21. Tobias sagt:

    Genau. Hysterie ist unangemessen. Für alle Radfahrer:

    http://www.jenapolis.de/97351/ag-radverkehr-oeffentliche-sitzung-zum-thema-radfahren-in-der-altstadt-und-der-b-plan-eichplatz/

    Die AG Radverkehr tagt öffentlich. Dort können auch Anregungen eingebracht werden.

  22. Holger Herrmann sagt:

    Es ist fast geschafft. bis einschließlich Sonntag, den 17.01.2011 liegt der Bebauungsplan zur öffentlichen Einsichtnahme und Stellungnahme noch aus. Dann wir das Ding entweder im wesentlichen so beschlossen wie es vorliegt, geringfügig geändert oder völlig verworfen.
    In der Presse ist es still geworden. Auf den Internetseiten der Parteien findet man dazu gar nichts ( CDU, Bürger für Jena ), die Sorge um einzelne Büsche auf Plätzen, die gar nicht vorgesehen sind (Grüne), verbale Antikommunismustiraden (SPD), versprochenes Schweigen bis nach Beendigung der Auslegung (FDP) sowie eine detaillierte Ablehnung durch die Linke, Frau Julia Langhammer auf mein-Eichplatz.de.
    Mit dem bestehenden Bebauungsplan wird versucht große Betonklötze mit mittelalterlichen Straßenzügen zu kombinieren. Teilweise soll der Eindruck erweckt werden man könne mit dem Baukörper MK 3 parallel zur Johannisstraße ein historisierendes Altstadtgebilde erzeugen. Dieser Baukörper ragt wie der Bug der Titanic auf den Kirchplatz und droht die Stadtkirche zu rammen. An der engsten Stelle schrammt er in ca. 9 m Entfernung an der Plastik der tanzenden Kindern an der Goethe Apotheke vorbei gleiches gilt für die gegenüberliegende Seite bei „Blume 2000“ Die Leutrastraße zwischen den Baukörpern MK3 und MK2 wird eine genauso enge Schlucht. Sind wir den in Manhattan?
    Leider gibt es wohl von diesem Bebauungsplan kein maßstabsgerechtes Modell, welche den Menschen die Augen vor der Wirklichkeit öffnen könnte und im Lageplan sind nur ganz wenige Maßangaben enthalten. Die virtuellen Darstellungen im Internet sind auch insofern irreführend, das optisch vorgetäuscht wird, es seien im Baukörper MK2 schöne Freiflächen vorgesehen. Die Schaffung eines fragwürdigen Innenhofes wie auf der Marktwestseite liegt wohl allein im Ermessen des Investors.
    Wohnen ist wegen der Beschattung oder besser Verdunklung offenbar nur auf den Dachgeschossen möglich. Die unterirdische Zufahrt zur Tiefgarage im Baukörper MK2 über die Weigelstraße ist der pure Alptraum. Überhaupt ist das Problem Parken und Zufahrt führ Bewohner und Besucher nicht ausreichen geklärt. Mann sollte sich darüber klar sein, das alles hinter der rotgestrichelten Baulinie in der Fläche zu 100% bebaut werden kann.
    Zu glauben, dass sich am Turmsockel in den nächsten 30 Jahren oder später etwas ändern könnte ist völlig falsch. Der Bau muss sich doch erst einmal amortisieren und soll auch noch möglicht Gewinn abwerfen. Warum sollte der private Eigentümer des Turms etwas ändern, wenn den zukünftigen Investoren auf dem zentralen Platz größt mögliche Freiheiten eingeräumt werden?
    Warum wird nicht erst mal der Inselplatz bebaut? Da soll dann ja das Land für die Uni neu bauen. Oder doch ein Hotel? Esplanade in der Goethe Galerie wollte ja schon mal teilweise dicht machen. Hier geht der Stadt offenbar die Luft aus.
    Warum kann nicht erst mal die Fertigstellung der Sonnengalerie abgewartet werden? Das könnte der Hingucker des neuen Jahrhunderts werden.
    Die Bebauung des Eichplatzes sollte für die nächsten 50 bis 100 Jahre richtungsweisend sein. Was hier auf uns zukommt ist eine gehobene Schillerpassage auf dem zentralen Platz und potemkinschen Fassaden gegenüber der Johannisstraße, bestenfalls eine Goethegalerie 2.
    Wir dürfen diese Bausünde uns und unseren Kindern nicht antun, nur weil die Stadt auf Teufel komm raus teure Grundstücke verhökern will. Bei der geplanten Bebauung findet der städteplanerische Größenwahn Walter Ulbrichts von einst seine Vollendung. Daran ändert auch ein Eichplätzchen mit Eiche, Deutschlandfahne. Brünnlein und Burschenschaftsdenkmal nichts .
    Wer das alles nicht will muss Einspruch erheben und seinen gewählten Vertreter die Meinung sagen.

  23. Holger Herrmann sagt:

    Nachtrag:

    Ich möchte ausdrücklich vermerken, ich bin nicht gegen eine moderne, selbst hypermoderne Bebauung bin, nur bitte erst Inselplatz!
    Und wenn schon, dann schon richtig!

    Hamburg baut heute die „Elb-Philharmonie“. Alle stöhnen, das Ding wird doppelt oder 3 mal so teuer wie geplannt.
    Aber in 20, in 50 vielleicht in 100 Jahren oder bereits nach der Fertigstellung werden alle sagen. Mensch was haben die tolles geleistet. Hamburg hat ein Wahrzeichen mehr.

    Jena braucht keine weitere Goethegalerie, kein Papageienhaus, kein Wohngebiet am Rähmen

  24. Holger Herrmann sagt:

    Entschuldigung!

    Ich habe mich im Tag geirrt, der 17. Januar ist heute, Montag.

    Also heute ist die letzte Möglichkeit, seine Meinung zum Babauungsplan gegenüber der Stadt zu äußern.

    Biite raft Euch dazu auf.

  25. Kirsten sagt:

    Nach Aussagen der Stadtverwaltung ist es rechtlich nach wie vor möglich, seine Meinung zum Bebauungsplan und eigene Ideen gegenüber der Stadt zu formulieren. Bis die Liste für die Abwägung im Stadtrat endgültig aufgestellt ist. Das kommt nicht vor März. Also wer es bislang verpasst hat, seine Meinung kundzutun, kann dies noch machen. Wer es schon getan hat, sollte mindestens einen weiteren Menschen dazu anstiften.

  26. Kielstein, Peter, Prof. Dr. sagt:

    Ich habe mir die Entwürfe im Stadtspeicher am 10.3.12 angesehen. Ich hatte es fast erwartet. Alle, vielleicht außer der Wohnungsarche, stellen eine Archtetonische Einfallslosigkeit dar und das ist das Auswahlergebnis eines Architektenwettbewerbs. Eine Schande aus meiner Sicht! Betonklötze mit abstossenden monotonen Glasfassaden, einer einheitlichen durchgehende Dachhöhe, erdrückend: In der Zukunft leerstehende Geschäfte hinter Glasfassaden, das wäre die Perspektive. Dafür brauchen wir keinen Architektenwettbewerb und Industrie -like Bebauung für das Stadtzentrum istabzulehenen und zu streichen. Touristen, die zukünftig unsere Stadt besuchen sollen, werden empört sein Die neue Stadtmitte mit ihrem Turm und die Abbeplatzbebauung ( Unigebäude ) reichen als Abschreckung für uns Einwohner und für die Touristen.

    Ich bin der Meinung: Kleingliedrige Bebauung mit unterschiedlichen Fassaden, den Eindruck einzelner Häuser erweckend. Logia, begehbare Innehöfe mit Grünanlagen und Kneipen, Caffe, Restaurants, die zum Verweilen einladen. Unterschiedliche Fensterfassaden, Dachhöhen, als Giebeldächer ausgebildet und mit schönen Mansarden, da käme man dem alten Eichplatz etwas näher. Für diese Art der Innenstadtbebauung sollten sich die Architekten was einfallen lassen!!
    Die ausgetellten Objekte sind als unbrauch in toto, d.h. ohne Nachbesserung zu werfen. Habenwir 22 Jahre nach der Wende gebraucht, um die Eichplatzbebauung in Angriff zu nehmen, kommt es nun auf ein halbes oder ganzes Jahr als Zeitverlust auch nicht mehr an.

    Prof. Dr. P. Kielstein Nesselweg 3, 07745 jena

  27. Christoph Roth sagt:

    Im Namen der gesamten Familie Roth erwarten wir auf jeden Fall, dass der Eichplatz NICHT verkauft wird. Er ist ein Teil von Jena und es gibt überhaupt keinen Grund ausser kurzsichtige Geldgier dies zutun! Die Geldprobleme sind damit nur kurzzeitig gelöst. Wir haben mehr Einkaufspassagen, Bars und sonstigen Unsinn als wir benötigen. Wieviele Einkaufszentren brauchen wir denn noch? Eine schöne Grünanlage mit der Möglichkeit einer Rummelnutzung wäre doch vollkommen ausreichend! Oder will hier Jemand ernsthaft dass das Jenaer Stadtzentrum auf die Größe eines Dorfplatzes (siehe Marktplatz) schrumpft? Wir bitten darum dass sich der Oberbürgermeister sehr genau überlegt was er tut bevor er handelt. Anderenfalls wird Jena langsam wie Erfurt. Es verliert sein StadtZENTRUM. Beziehungsweise ist es dann nicht länger Goethes „liebes, närrisches Nest“. Es wäre tatsächlich ein Grund Jena irgendwann zu verlassen wenn ganz allgemein die massive Bebauung auch an den Hängen nicht aufhört. Gab es nicht mal ein Verbot? Man muss akzeptieren dass Kapazität begrenzt ist. In diesem Sinne! C. Roth & Familie

  28. Dirk Borowski sagt:

    Neben den monotonen Fassaden, gefallen mir weitere Aspekte nicht.
    – Aus der Johannesstraße hat man keinen Blick mehr auf die Stadtkirche.
    – Die Wohnqualität in den neuen Gebäuden wird auch unter den engen Gassen und winzigen Innenhöfen leiden, da man sich ja gegenseitig in die Fenster schaut und der Lärmpegel des nachts nicht unerheblich sein wird.
    Das, verbunden mit dem zu erwartenden hohen Mietpreis, wird eventuell Wohnungsleerstand bedeuten, wie auch wohl nicht alle Geschäftsräume kontinuierlich einen Mieter finden werden.

    Eine wesentlich lockere Bebauung mit einem größeren „Eichplatz“ mit Bäumen wäre für mich wesentlich sinnvoller.

  29. Lucas Wagner sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    offenbar hat die Bürgerinitative „Mein Eichplatz“ vor, ein Bürgerbegehren zu beantragen mit dem Wunsch nach mehr Wohnfläche am Eichplatz. Ich halte dieses Bürgerbegehren für einen großen Unsinn und kann die mutlose, destruktive Art und Weise der Initiative nicht begrüßen.
    Wie kann man mitten in der Stadt Wohnfläche fordern anstatt die dynamische, aufstrebende Universitätsstadt Jena durch eine angemessene Innenstadtbebauung mit genügend Handelsfläche zu bereichern? Jena hat in diesem Gebiet bisher ohnehin nicht viel zu bieten. Einen Kommentar dazu habe ich auch hier bei Facebook veröffentlicht (Lucas Wagner):

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=222327477932344&set=a.187754521389640.1073741826.187734538058305&type=1&theater

    Mit freundlichen Grüßen
    Lucas Wagner, Jena

  30. Wenn Sie sich vielleicht einmal das Einzelhandelsgutachten der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) ansehen würden – verlinkt unter http://www.mein-eichplatz.de/349/auslegung-4-bebauungsplan-ihre-meinung-ist-gefragt/ – dann könnten Sie feststellen, dass Jena längst genügend Handelsfläche hat. Eine Erweiterung auf dem Eichplatz wird zu Ladenschließungen am Rand der Innenstadt, also etwa vom Markt ostwärts oder am Engelplatz führen. Der Kuchen Kaufkraft wird durch ein Mehr an Fläche kein bisschen größer. Die GMA hat im vorherigen Gutachten der Stadt empfohlen, aktiv Umstrukturierung und Leerstandsmanagement zu betreiben, wenn das Eichplatz-Center kommt. Das heißt, wir geben dann Steuergeld aus, um die Schäden zu minimieren.
    Das Bürgerbegehren fordert gerade einmal einen Wohnungsanteil von 25 %. In der sonstigen Innenstadtbebauung ist das völlig normal. Außerdem wollen wir die Handelsfläche am Eichplatz nur auf städtebaulich verträgliche 15000 m² reduzieren. Das ist noch immer eine deutliche Erweiterung gegenüber heute.

  31. Zuerst die historische Berichtigung eines Jenensers!Den Eichplatz gibt es seit 45 Jahren nicht mehr u. ich weiß nicht wer für die total falsche Bezeichnung die Verantwortung trägt!Der “ Platz der Kosmonauten „entstand durch die Angloamerikanischen Bombenangriffe 1945 u. nicht durch die DDR!Außerdem sollte man den Herrn Jauch beim Wort nehmen, der einmal in der TLZ sagte,daß man entsprechend dem Status der Stadt Jena weit höher u. moderner bauen müsse!Das hatte ich selbst lange vor ihm in E-Mails an die TLZ gefordert u.von dort wenig Unterstützung erhalten!Der Vorteil ist,daß man daher gleich weiß von woher der“Wind weht“ seitens der TLZ!
    Ein deutlich höheres Bauen würde bei gleichem Bauvolumen weit mehr Platz lassen für oberirdische Parkplätze,parkartige Grünanlagen und Räume für Festlichkeiten.Ich bin sicher,daß sich der größte Teil der Jenenser genau das wünscht!Zu dem würde es der Stadt in ihrer Mitte ein weitaus städtischeres Aussehen geben als diese Cu.A-ähnlichen Betonklötze in den bisherigen Vorstellungen!

  32. Rolf Greinke, Jena sagt:

    Leider ist die Diskussion um die sogenannten Eichplatz-Bebauungspläne erst jetzt – 5 Minuten vor 12 – wirklich in Gang gekommen. Alle vorherigen Möglichkeiten, auch die durch die Stadtverantwortlichen eingeräumten, wurden zumindest nicht in dem Maße genutzt, wie das für dieses, das Stadtbild Jenas entscheidend bestimmende Projekt angemessen gewesen wäre. Es geht nicht nur um einen Eichplatz, sondern um die komplette zentrale Innenstadt!
    Die Idee, die Bauhöhen zu visualisieren, war sehr gut und instruktiv. Das hat viele Jenaer wach gerüttelt. Damit aber nun das gesamte Projekt abzulehnen, ist im Nachhinein wenig hilfreich. Ein Moratorium hätte jetzt einfach nur Stille zur Folge. Notwendig wären wirklich konstruktive Alternativvorschläge.

    Was sind die Kritikpunkte:
    Die Bauhöhen – tatsächlich, ich habe mich darüber ebenfalls sehr erschreckt. Das hätte allerdings im Vorfeld dort, wo sie augenscheinlich zu überdimensioniert sind, gebremst werden müssen. Insbesondere der „Schiffsbug“ – also die Überbauung der Weigelstraße erscheint wesentlich zu hoch.
    Im Übrigen – ich würe es sehr BEDAUERN, wenn die Weigelstraße NICHT überbaut würde! Es ist eben nicht so, dass sich Menschen in durchgehenden Straßenschluchten heimisch fühlen, sondern in überschaubaren und begrenzten Räumen. Liebe Kritiker, warum ist denn die Wagnergasse zur Kneipenmeile geworden? Die Weigelstraße wird eh niemals mehr Durchfahrtsstraße sein und da ist es eine wunderbare Idee, diese Eigentümlichkeit des alten Jenaer Stadtplanes – das Kreuz – wiedererstehen zu lassen. Schicke enge Gassen wirken anziehend, nicht gähnende unbegrenzte Räume oder breite Straßen. Freilich – der enge Durchgang wie geplant, würde ein Radfahrerhindernis. Da sollte ein Kompromiss gefunden werden.

    • Sehr geehrter Herr Greinke,
      warum ist die Wagnergasse zur Kneipenmeile geworden, nicht aber die Löbderstraße? Ist die Löbderstraße zu breit, oder ist sie schlicht ungemütlich? Auch wenn es viele alte Jenaer wünschen – die alte Bebauung wird es nicht wieder geben. Es wird eine Architektur werden, die gut zur Neuen Mitte, zur Marktwestseite und zur Löbderstraße passt und die das historische Rathaus mehr denn je zum Fremdkörper macht.
      Dass sich Menschen auch in großen Räumen wohlfühlen, sieht man an der Johannisstraße. Gehen Sie da – solange es noch geht – mal an einem warmen Sommerabend entlang. Auch da gibt es eine florierende Kneipenkultur, die durch den Neubau stark eingeschränkt werden wird. Nicht nur wegen fehlender Abendsonne. Da die Straße viel schmaler wird, müssen Tische und Stühle weichen, weil sonst zu wenig Platz für Fußgänger und Radfahrer bleibt.
      Wir kritisieren übrigens nicht so sehr das Äußere, sondern vor allem die Nutzung. Statt der dringend benötigten Wohnungen will man vor allem ein drittes Einkaufszentrum bauen, obwohl Jena schon heute pro Kopf mehr Einkaufsfläche als Stuttgart oder Hamburg hat. Es geht im Moment leider nicht um vernünftige Kompromisse. Wird der Bebauungsplan jetzt nicht gestoppt, dann wird genau so gebaut, wie es geplant wurde – einschließlich Höhe und der Engstelle am Kirchplatz. Ohne Moratorium können Sie alle Bedenken, alle Alternativen und alle konstruktiven Vorschläge in aller Stille beerdigen, denn sie werden keine Chance bekommen.

      • Frank Haase sagt:

        @Wohnungen: Ja, es stimmt, in Jena sind Wohnungen knapp und teuer. Vor allem fehlen in Jena Wohnungen für Familien mit 1-2, oder evtl. sogar 3 Kindern. Ja, diese Wohnungen müssen bezahlbar sein. Sie sollten aber auch dem benötigten Umfeld eines haranwachsenden Kindes genügen. Damit meine ich, das ein Spielplatz in der Nähe ist, das mein Kind sich vor dem Haus auch mal beschäftigen, so z.B. auch Fahrad fahren kann. Nun meine Frage, gesetzt den Fall, das der Wohnraum bezahlbar wäre, welche Familie würde da hin ziehen wollen? KEINE. Also welches Klientel wäre also anzusprechen, bzw. nennen wir es beim Namen, an welcher Zielgruppe soll man sich orientieren. So leid es mir tut, aber Studenten? oder untere Einkommensschichten? werden sich Wohnraum dort nicht leisten können. Also bleibt doch nur eine Vermarktung an diejenigen, die sich das leisten können, und noch viel wichtiger an die, die dort auch wohnen wollen!
        Davon unberührt bleibt natürlich die Vorhaltung an die Stadt, günstigen Wohnraum dort zu schaffen, wo auch Familien gerne wohnen. Nur die Diskussion über den neu zu schaffenden Wohnraum auf dem Eichplatz kann ich nicht verstehen, hier wird immer um des diskutieren willens versucht Einwände ins Feld zu führen, die unüberlegt und nicht umsetzbar sind.(im übrigen egal wer hier das „Los“ gewinnt, daran wird sich nie was ändern)

  33. Wolfram Opel sagt:

    Eine bessere Lösung für den Eichplatz muss her!

    Die ganze verfahrene Situation um die Eichplatzbebauung hat zwei Ursachen – die dubiose Rolle der „Stadt Jena“ und der gültige unsägliche Bebauungsplan.
    „DIE STADT“ als Akteur im Verfahren gibt es eigentlich gar nicht – es gibt drei verschiedene Facetten von „Stadt“:
    Da ist erstens der Stadtrat, das Stadtparlament, dessen Koalition in Basta- Manier und mit Geheimbeschlüssen dieses unsägliche Projekt durchpeitschen will. Das ist umso befremdlicher, da viele Lokalpolitiker dieser Koalition vor etlichen Jahren aus der Bürgerbewegung der DDR zur Politik gekommen sind, als es galt, die Betonköpfe in der Politik zu überwinden. (So schnell wird man vergesslich und so verändert einen die Macht…)
    Zweitens haben wir die Jenaer Stadtverwaltung mit einer gewissen Zwitterrolle, einerseits Bauinteressent, andererseits Genehmigungsbehörde zu sein (wenn z.B. das Umweltamt die Ausrottung der Eichplatz- Grünanlage genehmigt). Das riecht eigentlich stark nach nicht seriöser Interessenkollision.
    Drittens KIJ als eine wirtschaftlich arbeitende Firma mit dem Anliegen, Umsatz und Gewinn zu erzielen. Solch eine Firma hat ihr Betriebsergebnis im Blick und ist völlig ungeeignet als Instanz für die beste Lösungssuche für unser Stadtzentrum für die nächsten 50 oder 100 Jahre.

    Das Krebsgeschwür des Verfahrens allerdings ist der gültige Bebauungsplan. Art und Maße der geplanten Bebauung haben solch aberwitzige Ausmaße, dass nur drei riesige Betonklötze herauskommen KÖNNEN. Darüber wird leider nicht ernsthaft geredet. Das wurde auch im Verfahren der Bürgerjury sichtbar, in der ich persönlich mitarbeiten durfte. Hier wurden die Investorenentwürfe nicht nach Sinn und Verstand, sondern vor allem danach geprüft, ob sie zu den unsäglichen Baulinien aus dem Bebauungsplan passen. Trotzdem hat der Sachverstand von fünf überregionalen Experten der Jury und das Bauchgefühl von drei Stadträten und drei durch Los ausgewählten Bürgern dazu geführt, dass nur ein einziger Entwurf eine Empfehlung bekam (der von Jenawohnen). Dafür gab es mit 9:2 Stimmen ein überaus deutliches Votum. Die Entwürfe von ECE und OFB bekamen von der Jury KEINE Empfehlung. Umso verwunderlicher war, dass einen Tag später zur Pressekonferenz verkündet wurde, dass alle drei Entwürfe weiter im Rennen sind und mit allen drei Investoren weiter verhandelt wird. (Soviel zum Umgang der Stadtverwaltung mit Ergebnissen von Bürgerbeteiligung…)
    Die Bürgerjury wird leider nach wie vor als positives Beispiel für eine Bürgerbeteiligung genannt, war aber praktisch nur ein teures Feigenblatt.
    Auch die Jenaer Presse hat seinerzeit das verfälschte Juryvotum nicht kritisch hinterfragt. Umso erfreulicher, dass sich inzwischen auch die Zeitungen an der kritischen Diskussion beteiligen. Weiter so, denn noch lässt sich das Schlimmste verhindern! Schließlich haben wir im kommenden Jahr auch Kommunalwahl.

    Wolfram Opel, Jena

  34. Kathrin Lucke sagt:

    Kurz und bündig, mit dem aktuellen bebauungsplan kann ich mich nicht anfreunden. Zu hoch, zu eng, zu kommerzmäßig. Daher mein NEIN!!!

  35. Heike Voelker sagt:

    Nein!!!!!!zur Bebauung des Eichplatzes!

  36. manuel zech sagt:

    Nach wie vor ist auch von mir ein NEIN zur Bebauung des so genannten Eichplatz

  37. Kurt Reinhardt sagt:

    Für die neu zu bauende Schwimmhalle wird ein geeigneter Standort gesucht. Während der Planung für den Uni-Turm Ende der 60er Jahre wurde auf der östlichen freien Fläche eine Schwimmhalle geplant aber nie verwirklicht. Ich schlage vor, die Schwimmhalle auf dem Eichplatz zu bauen. Das wäre jetzt möglich. Auf der noch verbleibenden freien Fläche könnte ein Park mit vielen Bäumen errichtet werden, was sich sehr günstig für das Klima in der Innenstadt auswirkt.

  38. Angelika Dafür sagt:

    Ich hatte heute den Flyer in meinem Briefkasten. Also die aufgeführten Argumente empfinde ich als sehr haltlos! Die „08-15 Architektur“ ist doch wohl Geschmacksache, zudem werden doch auch wieder viele neue Bäume gepflanzt und es entstehen neue Grünflächen. Das Argument „kaum Freiraum für Familien“ wundert mich dann doch, seit wann spielen Kinder auf dem Parkplatz oder verbringen Familien ihre Freizeit dort??? Die Parkplätze befinden sich dann zukünftig unter der Erde, so etwas nennt man auch Tiefgarage. Mein Fazit aus diesem Flyer: es ist eine sinnlose Panikmache und dient nur dazu Fortschritt zu verhindern. Bloß keine Veränderungen… DESHALB JA PROJEKT

    • Seit wann Kinder auf dem Eichplatz spielen? Seit den 70er Jahren schätzungsweise. Ein aktuelles Beispiel finden Sie übrigens hier http://www.mein-eichplatz.de/wp-content/uploads/2014/03/Fruehstueck_Spielplatz.jpg Früher war auch der Orchideenbrunnen ein beliebter Spielort Jenaer Kinder.
      Es entstehen übrigens KEINE neuen Grünflächen. Wenn man sich den Plan für die Gestaltung des Umfeldes ansieht, dann stellt man fest, dass lediglich der Raum unter den Platanen in der Kollegiengasse für Gebüsch vorgesehen ist – das heute da schon steht. Alles andere wird tatsächlich gepflastert.
      Von Tiefgaragen hat auch die Bürgerinitiative schon gehört, allerdings auch von Eigenbedarf. Nach der Thüringer Kommunalbauordnung wäre1 für je 40 m² Büro- oder Handelsfläche mindestens 1 Stellplatz fällig, ebenso für jede Wohnung. Das macht 16.000 m²/40 m² + 120 = 535 Stellplätze. In der Tiefgarage sollen 380 entstehen. Fällt Ihnen da eine gewisse Differenz auf? Das Quartier deckt nicht einmal seinen eigenen Bedarf. Von den bisherigen 336 Stellplätzen – einschließlich Anwohnerparkplätze in der Weigelstraße – ganz zu schweigen.

  39. Matthias Basler sagt:

    Wie so oft im Leben ist schwarz-weiß-Malerei unangebracht.

    Es gibt für mich durchaus Argumente für eine Veränderung des Eichplatzes:

    1. In seinem jetzigen Zustand ist er zwar eine Erleichterung für Leute, die ihr Auto gern zentrumsnah parken. Für einen Touristen ist der Anblick eines großen Parkplatzes im Zentrum aber nicht gerade der hübscheste.

    2. Wie allseits bekannt ist in Jena bezahlbarer Wohnraum, insbesondere für Studenten, knapp.

    Und was spricht aus meiner Sicht gegen den aktuellen 4.Bebauungsplan?

    1. Ich kann mich persönlich absolut nicht mit dieser Sorte Architektur anfreunden. Die Kleinteiligkeit mag man noch einigermaßen gewahrt haben, aber diese kubistische Klötzchenarchitektur sieht billig aus und und wirkt meiner persönlichen Meinung nach sehr unpersönlich und kalt. Ich würde da nicht arbeiten, geschweige denn wohnen wollen. Man kann doch sicher moderne (energieeffiziente und umweltfreundliche) Stadtviertel entwerfen, von denen Einheimische wie Touristen sagen: „Das sieht aber hübsch aus.“ Oder?

    2. Aus meiner Sicht sollte die Sichtachse zwischen Rathaus und botanischem Garten entlang der Weigelstraße unbedingt gewahrt bleiben. Der sogenannt „Bug“ zerstört hier das Stadtbild signifikant und versperrt die einzige noch freie Sicht auf den Turm der Stadtkirche.

    3. Es ist zwar nur eine Laienmeinung, aber ich kann mir nicht vorstellen, daß die zusätzlichen Geschäfte in den neuen Quartieren nicht einen negativen Effekt auf bestehende Einzelhandelsgeschäfte und Einkaufspassagen haben sollen. Mehr Geschäfte bei gleicher Einwohnerzahl – das passt nicht. Hat nicht die Schillerpassage gerade gezeigt, daß es jetzt schon zu viel Leerstand an Gewerbeflächen gibt? Den Geschäftsleerstand z.B. am Steinweg wird man so vermutlich eher zementieren.

    Im Übrigen widerspreche ich der Meinung, daß man unbedingt mehr Einkäufer in die Innenstadt ziehen muß. Aus ökologischen und verkehrstechnischen Gründe wäre es besser, ein komplettes Warenangebot in Geschäften nahe beim Kunden, sprich in den größeren Ortsteilzentren wie z.B. Winzerla, Lobeda Ost/West und Zwätzen anzusiedeln, um so kurze Wege für die Einkäufer zu erreichen.

    4. Mein viertes Argument mag einem als „Ostalgie“ erscheinen, aber ich finde, man sollte auch einige ausgewählte Dinge aus der DDR-Zeit bewußt im Sinne des Denkmalschutzes erhalten, genauso wie man Gebäude früherer Jahrhunderte für die Nachwelt erhält. Anbieten würde sich hier durchaus die Serie von Sitzbänken und Spielplätzen unterhalb der Johannisstraße, die – so habe ich das Gefühl – von der Bevölkerung durchaus gemocht wird. Man sollte sie natürlich auch ordentlich pflegen und gern auch etwas aufwerten.

    Wenn ich denn gefragt würde, würde ich den *jetzigen* Bebauungsplan ablehnen. Wenn man aber einen Plan entwerfen würde, der insbesondere die ersten drei Kritikpunkte berücksichtigt, so könnte ich dem durchaus zustimmen.

    Ich hätte auf dem Eichplatz am liebsten überwiegend Wohnquartiere, die für Studenten wie Familien bezahlbar sind – in Gebäuden, die eine anheimelnde Atmosphäre ausstrahlen. Gerne auch klassische Schrägdächer, auf deren Südseite Solarzellen und Solarthermie zum Einsatz kommen, um Heizkosten zu sparen.

    Dazu „echte“ Grünflächen und Beete, also nicht nur Bäume in zu groß geratenen Blumenkästen und Rollrasen auf den Dächern. Ein öffentlicher Spielplatz in einem der Hinterhöfe wäre auch sehr vorteilhaft.

    Und ja, die Tiefgarage gehört unter die Erde.

    Matthas Basler
    Ex-Jenenser

  40. Michael Kreutz sagt:

    Neulich war Herr Schenker in der OTZ zu sehen. Weitsichtig stellte er fest:“Wir brauchen ein Schwimmbad“.
    Guten Morgen Herr Schenker. Nach 23 Jahren in Verantwortung für Jena stellen Sie das fest.
    Da da da da
    Die Sparkasse war schon mal Konkurs. Politiker waren immer dabei aus Jena im Aufsichtsrat.
    Ist da überhaupt mal jemand zur Verantwortung gezogen wurden?
    Galaxsea-Pfusch am Bau – wer von der Verantwortlichen in der Stadt ist jemals zur Verantwortung gezogen wurden.

    Diese Leute dürfen nicht bauen, denn Sie haben keine Kleider an.

  41. Günter Lederer sagt:

    So viel interessierte Einwohner – so viel unterschiedliche Meinungen! Es ist eigentlich schon alles gesagt worden. Als Ex-Jenaer (37 Jahre lang) habe ich mich immer mit der erschreckend mangelhaften Urbanität der Stadt und dem Hang der Bewohner zu einem lieblichen, närrischen nest nicht abfinden können. Nach 1990 hat sich zwar einiges gebessert, und es sollte so weitergehen.
    Für mich selbst ist interessant, dass ich von den bestehenden Planungsentwürfen immer mehr abrücke. Mein erster Eindruck vor Jahren war: Pueblosiedlung. Oder Hacilar-modern. Betonwürfel durch Fensteröffnungen durchbrochen. Teilweise ruinenhaft, als ob noch nicht ganz fertig. Oben alles in gleicher Höhe waagrecht abgeschnitten.(Na ja, man guckt ja auch nicht ständig nach oben.) Der Entwurf der Bauhaus-Studenten mit einem weiteren höheren (Hoch-)Haus – ob an der richtigen Stelle sei dahingestellt gefällt mir, auch im Hinblick auf die Skyline. Sollen die Dächer nur „begrünt“ oder auch genutzt und zu Gärten werden? (Siehe: „Dachgärten als Zukunftsprojekte der urbanen Architektur“;“Die Gärten von New York“). Ich erinnere auch an die Möglichkeiten begrünter Fassaden („living walls“). Siehe:>dabonline.de/2012/04/11/garten-an-der-wand< oder: Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (www.fbb.de).
    Es ließe sich vieles machen, aber wir sind ja von den Investoren überrumpelt worden und der Rat der Stadt hat sich auch nicht gerade professionell angestellt. Und die Investoren interessieren die Nutzer kaum. Die entscheien nach ihrem Gusto, weil sie das Geld geben, aber spärlich.

  42. André Blümel sagt:

    Hallo Jenaer,

    ich kenne den Platz der Kosmonauten als Rummelplatz. Und abgesehen davon nur vom schnell Überqueren.

    Zwischen Johannistor und Sankt Michael ist die nördliche Bebauung gelungen.
    >>> südliche Bebauung der Johannisstraße in gleicher Form wie nördliche Bebauung: Geschäfte, Wohnhäuser, max 4-5 Stockwerke.

    Bleibt noch der restliche Platz, auf dem zur Zeit Autos parken
    >>> restlichen Platz für Tiefgarage aufbaggern
    >>> Parkverbote im Carrée Jenergasse, Rathausgasse, Kollegiengasse, Leutragraben

    Neue Mitte mit Fassade zum Eichplatz. Vor die Fassade lässt sich nicht bauen.
    >>> Aus dem Viereck der neuen Mitte sollten links und rechts zwei Flügel in den Eichplatz hineinragen, die eine Atmosphäre von „Atrium“ geben, der Zwischenraum zwischen den Flügeln bleibt frei, es wird ein Springbrunnen installiert.

    Restlicher südöstlicher Platz. Ein neues Hochhaus lohnt sich nicht, da schlecht zu erreichen von der Autobahn aus und Jena hat viel mehr alte Menschen als junge, so dass bald die Einwohnerzahl sinkt.
    >>> Hier die Bebauung aus dem Siegerentwurf, aber: nicht nach mittelalterlicher Wegeführung, sondern Nonneplan in Richtung Eichplatzmitte verlängern, Jenergasse verlängern, Durchgang zwischen Rathausgasse/Markt verlängern. Die drei treffen sich etwa in der Platzmitte. Hier: Ein überdachter Kinderspielplatz und überdachte Cafés am Rand.

    Ich versuche mal zu zeichnen:)

    ________________________________ ___________________________________
    |SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS S*SSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSSS|
    |NMNMNMNMNMNMNMNMNM |
    |NMNMNMNMNMNMNMNMNM |
    |NMNMNMNMplatzplatz |
    |NMNMNMNMplatzplatz |
    |NMNMNMNMplatzplatz Spielplatz RG*|
    |NMNMNMNMplatzplatz X
    |NMNMNMNMplatOOlatz Schnittpunkt RGKGJG |
    |NMNMNMNMplaOOOOatz |
    |NMNMNMNMplatOOlatz |
    |NMNMNMNMplatzplatz |
    |NMNMNMNMplatzplatz |
    |NMNMNMNMplatzplatz |
    |NMNMNMNMNMNMNMNMNM |
    |NMNMNMNMNMNMNMNMNM |
    __________________________________KG*__________________________________|

    S = Bebauung südliche Seite der Johannisstraße á la Bestandsbebauung der nördlichen Straßenseite

    S* = Einfahrt zur Tiefgarage via Jenergasse

    NM = Neue Mitte mit neuem Nord- und Südflügel

    platz = Eichplatz neu

    OOOO = Springbrunnen auf dem Eichplatz

    JG = Jenergasse

    RG = Rathausgasse

    RG* = Einfahrt Tiefgarage via Rathausgasse

    KG = Kollegiengasse

    KG* = Ein- UND Ausfahrt Tiefgarage Kollegiengasse/Nonnenplan

    Im Schnittpunkt der verlängerten RG, KG und JG entsteht ein neuer Platz, für den ich a) Spielplatz + b) Café und Restaurants + c) eine Überdachung vorschlage

  43. Jonas Grünewald sagt:

    Ich bin für ein Trampolinhalle. Warum ?
    Nun:
    >> momentan gibt es nur sehr wenige in ganz Dt. (2, eine wird in Berlin gerade noch gebaut, glaube ich)
    >> sind diese Hallen beliebte „Ausflugsziele“ von Jugendlichen und Junggebliebenen
    >> gerade durch die Studenten wohnen in Jena sehr sehr viele junge Leute

  44. Borstel sagt:

    Tach auch,

    die Geschichte des halben Fernglases (Keksrolle) und von Teilen des Stadtzentrums / Eichplatzareales ist untrennbar mit der Firma Carl Zeiss Jena verknüpft und geht auf die Produktgeschichte dieser Firma zurück. Seit dem 1. Weltkrieg beschossen sich diverse Kriegsparteien gegenseitig mit Zielfernrohren und Zieleinrichtungen für Kanonen Made in Jena. Das ehem. Zeiss-Hauptwerk wurde so zum Ziel von anglo-am. Bomben. Wegen der Vernebelung gingen diese etwas weiter östlich nieder. DDR-Abrissbirnen als Stadtplaner erledigten den Rest.
    Die Rüstungsentwicklung in Jena ist ungebrochen. Es wird nicht gerne darüber gesprochen, daß heute in Jena durch unterschiedliche Firmen ein viel breiteres Spektrum an militärischem Zubehör produziert wird, als in den Kriegsjahren des vergangenen Jahrhunderts.
    Hier gehört also ein Erinnerungort gelassen oder geschaffen, der von allen jenaer Rüstungsfirmen sowie Zeiss oder der Zeiss-Stiftung(?) finanziert an die historischen und zukünftigen OPFER DER RÜSTUNGSINDUSTRIE gemahnt. Mit BÄUMEN und WASSER und runden, grünen HÜGELN, zum Begehen und Bespielen und Eisessen.

    Und das Denkmal für den STADTPLANERISCHEN GRÖSSENWAHN nicht vergessen (vielleicht ein Modell derzeit geplanter Eichplatzbebauung kubisch in Edelstahlschrott gepresst oder einfach so lassen?)!
    In den gebrauchten Bundesländern wurden ganze Innenstädte nach WW2 mit Beton zugepflastert; anschauen!

    Das offene Eichplatzareal gibt dem Betrachter die Möglichkeit das Auge schweifen zu lassen und Jena´s Tallage und die grünen umgebende Höhen wahrzunehmen. Nach einer Bebauung gibt es in der Innenstadt nur noch enge Schluchtblickachsen! Auch kann sich der Ortsfremde so gut orientieren und sich einen Überblick von der Innenstadt verschaffen. Für die meisten Jenaer mit Kindern und Eis an der Hand ist er der einzige zentrale Ruhepunkt im Gewimmel der Häuserschluchten.

    Und dann ist da auch noch der Luftaustauschaspekt im Sommer. Nicht nur Anlieger kennen den mehrmals pro Stunde aus dem Nichts losbrechenden Sturm in den einmündenden Gassen wenn die Thermikblase von den Betonplatten und PKW auf dem Eichplatz abreisst, welche täglich kubikkilometerweise feinstaubbelastete Heißluft und Segelflieger in einige Kilometer Höhe und Frischluft in adequater Menge von den Hängen ins Stadtzentrum transportiert und damit die Feinstaubmessungen schönt. Das funktioniert wie eine Lunge beim atmen und ist sicher noch nicht richtig untersucht.

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