Vortragsreihe „Eine urbane Mitte für Jena“ im Januar und Februar

Liebe interessierte Bürgerinnen und Bürger,

die Vortragsreihe wird fortgesetzt. Die Vorträge finden jeweils um 18:00 Uhr in der Rathausdiele statt.

Mittwoch, 13.01.2016 – Beteiligungskultur in der Bauplanung

Unter dem Titel „Beteiligt oder beplant?“ stellt Reiner Nagel, Potsdam, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Praxisbeispiele für gute Planungsprozesse vor.

Für die 2006 gegründete Bundestiftung Baukultur geht es dabei beim Neubau von Wohnraum nicht nur darum, Menschen raumsparend aufzubewahren. Wichtig ist, wie wir künftig leben werden: flexibler, länger, unstandardisierter, öffentlicher. Industrie muss nicht mehr laut und schmutzig sein und bietet dadurch die Chance für gemischte Quartiere und kürzere Wege. Öffentliche Räume werden wichtiger. Investitionen sollen in jedem Fall zu einer Verbesserung der Lebensqualität führen und Ergebnis guter Planungsprozesse sein, sagt die Stiftung in ihrem Baukulturbericht 2014/15, und dazu gehören auch die emotionale und die ästhetische Dimension.

 

Freitag, 29.01.2016 – Neue Denkansätze in der Architektur

In seinem Vortrag „Living Communities – Bauen für die Menschen.“ wird Wolfgang Frey, Architekt und Stadtplaner in Freiburg, am Beispiel seiner realisierten und geplanten Projekte über neue Denkansätze in der Architektur berichten:

Auf welche Weise kann Architektur in Zeiten des demographischen Wandels und neuer Formen des Zusammenlebens Unterstützung bieten und zu hoher Lebensqualität beitragen? Wie sollte eine neue Architektur der Pflege beschaffen sein? Führen Hochhäuser wie der geplante Smart Green Tower, der zur Versorgung seiner Wohn- und Gewerbeflächen jährlich eine halbe Million Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen kann, in eine nachhaltige, flächenschonende Zukunft des Bauens?

 

Mittwoch, 10.02.2016Cityplätze als Nutzungsräume der Bürger

Peter Müller, Architekt im Stadtplanungsamt Düsseldorf, wird in seinem Vortrag „Platz schaffen“ das Projekt PLATZDA! vorstellen.

Aus vielen Städten kennt man verwaist liegende, wenig einladende, schnell überquerte Plätze. Mit dem Ziel, sie (wieder) zu Orten des Verweilens, des Wohlfühlens und der Kommunikation werden zu lassen, begann die Stadt Düsseldorf ab 2002 unter Beteiligung der Bürger ihre City-Plätze neu zu gestalten. Ausdrückliches Ziel war die Belebung der Plätze mit Menschen und Kultur. Aufgerufen und unterstützt von der Stadtverwaltung bespielten unterschiedlichste Bürgergruppen „ihre“ Plätze in jährlichen, teils mehrmonatigen Sommeraktionen – erwünschte Inbesitznahme, durch die sich das Bewusstsein für den öffentlichen Raum langfristig erweiterte.

 

Mittwoch, 17.02.2016Qualitätsoffensive Freiraum

Dr. Cornelia Peters, Wissenschaftliche Referentin am Amt für Landes- und Landschaftsplanung Hamburg, wird den im Dezember wegen Krankheit ausgefallenen Vortrag „Urbanes Grün“ nachholen.

Vor allem der anstehende Wohnungsbau wird in unseren Städten zu massiver baulicher Verdichtung und damit zum Verlust von (öffentlichen) Grün- und Freiflächen führen. Der Hamburger Ansatz zeigt, wie hier ein Ausgleich geschaffen und urbanes Grün in seiner ökologischen Funktion und in seinem Einfluss auf die Zufriedenheit und Lebensqualität der Stadtbewohner dauerhaft erhalten werden kann.

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