Die Bügerinitiative „Mein Eichplatz“

Das Logo der Bügrerinitiative Mein Eichplatz

Der Eichplatz soll bebaut werden. Im Gegensatz zu einer immer wieder angesprochenen kleinteiligen Einteilung forciert die Stadt eine Bebauung in drei großen Blöcken. Geplant sind großflächige Einkaufsmöglichkeiten mit einem nur geringfügigen Anteil an Wohnraum.

Diese Planung geschah unserer Meinung nach in den letzten 17 Jahren ohne eine ausreichende Beteiligung der Bürger. Aufgrund der Tatsache, dass der Auslagebeschluss bereits in zwei Wochen geräuschlos über die Bühne gehen soll, erachten wir es für notwendig, die ortsansässigen Bürger über das geplante Vorhaben zu informieren. Eine für alle Beteiligten offene Diskussion wird durch die im Moment von der Stadt praktizierte Politik nicht möglich gemacht. Ein Auslagebeschluss schafft Tatsachen und macht etwaige Änderungsvorschläge schwieriger. Eine Rolle spielt hierbei beispielsweise das beinahe ersatzlose Fällen von Bäumen. Als Bürgerinitiative »Mein Eichplatz« lehnen wir den uns bekannten Bauplan ab und fordern die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in eine ergebnisoffene Planung. Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger einladen, ihre Meinung an den Infotischen, in den Stadtratssitzungen und den anderen Diskussionen zu artikulieren, damit aus der Auseinandersetzung über mögliche Grünanlagen, verkehrsberuhigte Innenstädte, Spielplätze oder sozialen Wohnraum kein weiteres »Stuttgart 21« wird.

Eine Meinung zu “Die Bügerinitiative „Mein Eichplatz“”

  1. Huster sagt:

    Die heutige Presseinfo hat bei mir Jubel ausgelöst. Klasse das Ihr eine Klage eingereicht habt.
    Wichtig ist, dass Massiv gegen die von der Koalition vorgesehene Bürgerbefragung vorgegangen werden muss. Es ist keine Bürgerbefragung, es ist das Mäntelchen einer vermeintlichen Bürgerbeteiligung. Der am Donnerstag vorgestellte Broschürenentwurf ist das beste Beispiel für eine Verdummung der Bürger und für die Zielrichtungsvorgabe wie diese „Befragung“ ausgehen soll.
    1. Beispiel: Die Meinung des Baukunstbeirates wird mit der klaren Tendenz zum Bewerber OFB in die Broschüre aufgenommen (PS: Architekt Trzebowski für OFB ist Mitglied des Baukunstbeirates). Ander Meinungen wie die des Stadtteils oder der Bürgerinitiativen erhalten keinen Platz in dieser Broschüre. Fazit: Meinung des Bürgers wird einseitig beeinflusst!
    2. Beispiel: Es werden zwei Fragenkomplexe vorgegeben. Nummer 1 – Ja oder nein zur Bebauung. Nummer 2 – Abgabe einer Bewertung zu den Entwürfen. Für diesen Fragekomplex ist kein Hinweis vermerkt, dass, wenn bei Frage 1 mit Nein gestimmt wurde, die Frage zu 2 nicht beantwortet werden kann. Wie soll den bei diesen Fragestellungen die Bewertung erfolgen?
    In der OTZ war in den letzten Tagen die Überschrift zu einem Leserbrief „Jena verliert sein Gesicht“. Wir sind schon dabei, wenn man die Bebauung Westbahnhofstraße, die geplante Bebauung des Hausbergs und Friedensberg mit Flachdachklötzen, die geplante massive Umgestaltung (Verunstaltung) des Paradieses, die einfallslose Architektur an der alten Brauerei …
    Wann wird eigentlich dem Stadtarchitekten Lerm für diese „Entwicklung“ gedankt. Seit seiner Tätigkeit hat Jena diese vorgenannte Entwicklung genommen!

    Ich drücke Euch alle Daumen, dass Eure Klage Erfolg hat und die schreckliche Weiterentwicklung Alla Neue Mitte gestoppt wird. Die gebauten Klötzer in Jena sind genug.

    Freundliche Grüße Fam. Huster

    PS: Als die Schillerpassage entstanden ist (verantwortlich Dezernent Schulze – SPD), haben alle Stadträte sich fast einstimmig geäußert- das darf nicht wieder passieren!

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