Eine urbane Mitte für Jena – Vortragsreihe

Eichplatzvorlesung_KleinAuch wenn es für einige Zeit so aussah, als passiere nicht viel am Eichplatz, wurde doch eifrig gearbeitet. Fast zeitgleich mit dem Bürgerbeteiligungsverfahren zur Neuplanung startet die Vortragsreihe der BürgerAG „Eine urbane Mitte für Jena“. Zu den verschiedensten Fragen von Stadtentwicklung und Stadtplanung haben wir Fachleute eingeladen.

Wie gestalten deutsche Städte ihre Zukunft? Welche innovativen Ideen gibt es? Damit beschäftigte sich ein Forschungsprojekt des Fraunhofer-Institutes für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart, über das Constanze Heydkamp spricht.

Wie geht man mit begrenztem Raum in wachsenden Städten um? In Hamburg gibt es dafür extra ein Grünraumkonzept. Cornelia Peters ist als Mitarbeiterin der Stadtverwaltung daran beteiligt.

Wie werden wir künftig einkaufen? Hat die Innenstadt auf Dauer eine Chance als Einkaufsort oder verlagert sich der Handel mehr und mehr ins Internet? Rolf Junker erforscht seit vielen Jahren die  Entwicklung und Auswirkung von Einkaufszentren.

Wie plant man Bauprojekte demokratisch? Wie beteiligt man die Bürger, statt sie einfach nur „mitzunehmen“? Darüber spricht der Vorsitzende der Bundesstiftung Baukultur, Reiner Nagel.

Wie baut man Städte für Menschen und geht zugleich sparsam mit Ressourcen um? Wolfgang Frey hat ein Büro für nachhaltige Architektur und erklärt, wie man flächen- und energiesparend planen und Raum für Menschen schaffen kann.

Wem gehören die städtischen Plätze? Das Projekt PLATZDA! aus Düsseldorf versucht, den öffentlichen Raum nutzbarer und auch bespielbarer zu machen. Projektleiter Peter Müller erklärt, wie Bürger bei der Neugestaltung von Plätzen ihre eigenen Ideen einbringen können.

Die Vorträge finden jeweils mittwochs um 18:00 Uhr statt. Den Auftakt über nimmt Constanze Heydkamp mit „Urbane Zukunft“ am 28.10.2015. Alle Neugierigen, Interessierten und Beteiligungswilligen sind herzlich eingeladen; der Eintritt ist frei.

Die Vortragsreihe wird von der Stadtverwaltung unterstützt und ist Teil des neuen Bürgerbeteiligungsverfahrens. Den Flyer zur kompletten Vortragsreihe gibt es hier: Flyer_Vortragsreihe_Büger-AG_Eichplatz

2 Meinungen zu “Eine urbane Mitte für Jena – Vortragsreihe”

  1. H. Leimbach sagt:

    Warum muss der Eichplatz wieder bebaut werden?

    Wer verdient daran?

    Ohne diesen Platz hat die Innenstadt auf Dauer keine Chance als Einkaufsort.
    Zumal die Bebauung der anderen größeren Parkflächen der Innenstadt schon läuft.

    Unsere Bürger werden sich nicht wieder zum „Beuteltier“ zurückentwickeln, um ihren Einkauf zum Fahrzeug zu tragen.
    Die geplanten Tiefgaragenparkplätze reichen bei weitem nicht, um das Problem zu lösen.
    (Die Landesregierung in Erfurt könnte von uns lernen und sollte auch den Domplatz wieder bebauen).
    Jena braucht keine neue Handelsfläche. Wir haben bereits genug!
    Was nun ist die bessere Lösung:

    „Lichte Weite oder schattige Enge.“

    • Guten Tag, Herr/Frau? Leimbach,
      eine urbane Mitte heißt nicht unbedingt eine bebaute Mitte. Unsere Absicht mit dieser Vortragsreihe ist es, Ansichten von außen einzuholen. Die lauten mitunter, dass der Ladenhandel demnächst noch nicht eingeht, aber bestimmt nicht mehr expandiert.
      Es geht um neue Ideen. Wenn es nach mir ginge, würde eine Menge Freiraum übrigbleiben zu Herumsitzen, Spielen, für das Strandcafé oder die großen Forstfahrzeuge zum Holzmarkt. Freier Raum wird gewöhnlich unterschätzt.
      Bleiben Sie dabei und mischen Sie sich ein – demnächst wird es eine weitere öffentliche Veranstaltung zur Umgestaltung geben.

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