Letzte Chance zur Stellungnahme!

Nur noch wenige Stunden besteht für alle Jenaer Bürger die Möglichkeit, im Rahmen des Planauslegungsverfahrens eine eigene Stellungnahme zum aktuellen Bebauungsplan Eichplatz abzugeben. Um das Verfahren einfach und transparent zu machen gibt es auch mein-eichplatz.de die Möglichkeit direkt online eine Stellungnahme an die Stadtverwaltung zu schicken:

http://www.mein-eichplatz.de/stellungnahme.php

Wer bislang noch nicht davon Gebrauch gemacht hat kann bis Tagesende noch Vorschläge und Kritikpunkte über das Formular an die zuständigen Stellen schicken.

5 Meinungen zu “Letzte Chance zur Stellungnahme!”

  1. Christian Pilling sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich möchte Ihnen im Folgenden meine Änderungswünsche zum 3. Entwurf des Bebauungsplans zum Eichplatz darlegen.

    Ich bin mit dem 3. Entwurf zur Bebauungsplanung des Eichplatzes nicht einverstanden. Ich wünsche mir Veränderungen.

    Der Platz sollte nicht anders genutzt werden. Die Kombination aus Parkplatz und Festplatz stellt eine sehr geeignete Nutzung des Platzes dar.

    Ich möchte, dass der jetzige Eichplatz auch als Stadtpark genutzt wird. Zu diesem Zweck muss eine größere Fläche im Bebauungsplan freigestellt werden. Die Baufelder müssen neu definiert und/oder verkleinert werden.

    Ich will eine Tiefgarage.

    Der Bebauungsplan enthält zu wenig Raum für Grünflächen. Grüne Flächen sind ein wichtiger Faktor für eine lebendige und attraktive Innenstadt. Darüber hinaus schaffen Grünflächen auch Möglichkeiten zum Verweilen und Ruhepunkte.

    Ich wünsche mir für die zukünftige Gestaltung des jetzigen Eichplatzes einen Springbrunnen oder eine größere Wasserfläche. Diese sollen für das zukünftige Areal vorgesehen werden.

    Im Bebauungsplan müssen mehr Gelegenheiten zum Spielen vorgesehen werden. Die Angebote für Kinder sind in der Innenstadt nur sehr begrenzt, obwohl in diesem Bereich viele junge Familien leben.

    Im Bereich der Innenstadt müssen mehr Möglichkeiten für Kulturflächen geschaffen werden. Kulturangebote sind wichtig, um eine Stadt lebenswerter zu gestalten. Weiterhin stellen sie einen Ausgleich und eine Ergänzung zu Einkaufszentren dar.

    Im Zusammenhang mit der Aufstellung des (alten) Burschenschafter-Denkmals sollen wieder „Friedenseichen“ gepflanzt werden.

    Im Bebauungsplan muss ein größerer Bereich für Ruheflächen vorgesehen werden. Es ist wichtig, in der Innenstadt weitere Ruhepole einzurichten, welche die Menschen unserer Stadt zum Verweilen und Ausruhen einladen.

    Ich bin nicht damit einverstanden, dass auf dem jetzigen Eichplatz Gebäude errichtet werden.

    Ich bin Jenenser, bin hier geboren und aufgewachsen, habe den Eichplatz und die bauliche Veränderung der Innenstadt miterlebt und muss feststellen, zu DDR-Zeiten war alles besser! Da gab es Springbrunnen, Grünflächen, Beete mit schönen Blumen, Sitzbänke usw.. Kaum kam die Wende haben sich in unserem Stadtzentrum Archtikten ausgetobt, denen das Wort ‚Grünflächen‘ scheinbar völlig unbekannt ist – überall wurden Betonflächen geschaffen oder derart große Beton-Klötzer hingesetzt, so dass das gesamte Stadtbild an vielen Stellen schon total verschandelt ist. Und das schlimmste daran, vieles dauerhaft!

    Wird der Eichplatz so bebaut wie im Entwurf, würde das Stadtbild dann für immer zerstört und würde alles zum Schlechteren verändern! Die Johannisstraße würde kaum noch Sonne bekommen, die Cafés im Bereich der Treppe zum Eichplatz könnten wahrscheinlich schließen, denn wer will schon bei Café und Kuchen auf zwei gigantische Betonklötzer schauen? Jetzt ist der Blick noch frei auf unsere schöne Stadtkirche und das Rathaus, danach würden diese Beton-Ungetüme unglaublich viel Schatten werfen und Dunkelheit schaffen.

    Auch die Tatsache dass unser Bügermeister nichts gegen solchen Bauwahn und die Verschandelung unserer schönen Stadt unternimmt, wirft für mich die Frage auf wöfür wir Bürger Ihn überhaupt gewählt haben. Auch die Stadtplaner scheinen immer unfähiger und einfallsloser zu werden und die Antwort auf alle Bauplanungen heißt Beton, Beton, und noch mehr Beton. Der Holzmarkt und der Platz vorm Kino – Alles ungenutzte Beton-Fläche die keiner braucht! Es fehlen Beete, Springbrunnen, Pflanzen, die es zu DDR-Zeiten noch gab! Die Fläche zwischen Pulverturm und Johannistor (Fauloch) – Beton statt Grün mit Springbrunnen. Der Ernst-Abbe-Platz – noch mehr Beton, die vereinzelten Bäume wirken wie Kunstpflanzen und können da auch nichts mehr dran ändern.

    Ich bin Bürger dieser Stadt, ich liebe meine Stadt für Ihre Lage, die Berge, Burgen, das Paradies und auch für Ihre Innovationen und Ihren Weltstadt-Charakter – aber dann kamen irgendwann Bürgermeister, die zu allem JA und AMEN sagten und anfingen unsere Stadt total zu verbasteln und verbauen zu lassen, von Archtikten und Stadtplanern die Ihren ‚Titel‘ nicht verdienen.

    Der Eichplatz (Platz der Kosmonauten) war schon immer eine Freifläche in Mitten von Beton – und genau das sollte Sie auch bleiben, nur mit etwas mehr Bäumen, Grün, einem Springbrunnen und sinnvollerer Parkplatz-Nutzung (ggf. Tiefgarage und einem ‚Stadt-Garten‘ darüber). Ich selbst bin künstlerisch begabt und könnte wahrscheinlich 5 bessere Entwürfe liefern als der jetzige Bebauungsplan. Ein Elektronik-Markt hat dort nix verloren, genauso wenig wie 2 Betonriesen! Die Freifläche gehört genauso zu Jena wie der UniTurm bzw. Intershop-Tower.

    Und auch wenn wir in Jena einen Wohnraum-Mangel haben, würde es reichen den Eichplatz nur teilweise zu bebauen durch kleinere Gebäude die besser ins Stadtbild passen. Ein Stadtzentrum und die Stadtmitte sollte so gestaltet sein, dass man sich als Bürger dort wohl fühlt und gerne aufhält und nicht nur dem Zweck dienen maximalen Profit aus dem Konsum-Wahn der Bürger zu ziehen. Eine sinnvolle Nutzung des Freiraums heist nicht, dass er mit soviel hohen Beton-Klötzern wie nur möglich vollgebaut wird, sondern sinnvoll und vorallem nachhaltig bebaut wird!

    Die Fläche des Inselplatzes reicht völlig aus für Wohnungen und neue Konsum-Tempel und kann durch Ihre Lage auch kaum sinnvoller genutzt werden. Er liegt schließlich direkt an Haupt-Verkehrs-Straßen. Aber der Eichplatz sollte das bleiben was er immer war – die Mitte des Stadtzentrums, ein Platz zum Sitzen, Eis essen, wo man sich trifft, wo man mal kurz entspannen kann und den Blick auf Stadtkirche und Rathaus genießen.

    Hält die Stadt jedenfalls am jetzigen Bebauungsplan fest und schafft neue Riesen Beton-Klötzer auf den letzten Freiflächen, wird sich das in Zukunft katastrophal rächen und die Bürger eher aus dem Zentrum verdrängen und anstatt mehr Einnahmen zu schaffen deutlich dazu beitragen dass Sie eher fallen werden. Ein paar kleine Wohnhäuser wären ja noch OK, aber der jetzige Entwurf ist eine Schande und jeder Architekt und Stadtplaner sollte sich dafür schämen und über einen BerufsWechsel nachdenken. Dieser Entwurf wird das gesamte Leben im Stadtzentrum verändern und unsere schöne Stadt wird für immer verschandelt. Auch das pulsierende Leben in der Stadt wird größtenteils verschwinden, denn wo soll man sitzen oder sein Auto abstellen, wenn der ganze Platz mit Betonklötzern verdunkelt wird? Eine Tiefgarage macht auch nur Sinn, wenn Sie dem Zweck dient, mehr Platz für Freifläche und Grün-Flächen schafft. Wer will schon für Parkgebühren mehr Geld ausgeben als der Kaffee kostet, für den man sich mit Freunden in der Stadt treffen wollte?

    Betonklötzer wie der jetzige Entwurf zerstören nicht nur Lebens-Kultur, sondern auch Platz für Begegnungen, Konzerte, den Rummel und den Weihnachtsmarkt. Oder glauben Sie etwa die Bürger würden den Rummel noch besuchen wenn er am Stadtrand ist? Wo soll das Riesenrad stehen oder andere Fahrgeschäfte wenn nicht dort? Solche Fragen müssen auch berücksichtigt werden, denn dafür braucht man eine gerade Beton-Fläche, auf grünem nicht verdichtetem Untergrund kann man ein Riesenrad nicht aufstellen! Jeder nur halbwegs vernünftige Stadtplaner würde das wissen und sich lieber darum kümmern die ungenutzte Fläche auf dem Inselplatz bestmöglich für Wohnungen und ggf. weitere Konsum-Tempel zu nutzen, anstatt in unsere Stadtmitte Beton-Klötzer zu setzen, die aussehen als wären 2 riesige Fragmente eines Ufo’s dort eingeschlagen!

    Wenn unser Bürgermeister weiterhin die Interessen der Wirtschaft mehr unterstützt und durchsetzt anstatt die der Bürger und eines schönen Stadtbilds, dann hat er sein Amt nicht verdient. Als erstes hat unser Stadtoberhaupt die Interessen der Einwohner und Bürger zu vertreten und keine Anderen! Man hat das Gefühl, keiner ist aus den vergangenen Schandtaten der Stadt-Bebauung schlau geworden sondern es wird munter weiter jede noch so kleine Freifläche zubetoniert und das Stadtbild Jena’s nachhaltig zerstört – und unser Bürgermeister schaut zu oder macht mit. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen und anstatt das Zentrum attraktiver zu gestalten, wird es immer hässlicher gemacht. Und wir Bürger sind die Leid-tragenden.

    Zwischen den Häuserschluchten New York’s finden sich wahrscheinlich mehr Bäume und Grün als mittlerweile im Stadtzentrum Jena’s. Auch ich bin ein Fan moderner Architektur, wenn Sie sinnvoll, gut durchdacht, nachhaltig ist und sich optisch harmonisch ins Stadtbild eingliedert – aber nicht wenn riesige eckige Klötzer im Bauhaus-Stil den letzten Freiraum unserer Stadt verschandeln sollen. Da bekommt ja jedes 4-Jährige Kind bessere Entwürfe aufs Papier.

    Es sollte bei der Planung nicht allein ums Geld gehen und was für die Investoren das Beste ist – es sollte darum gehen was für uns Bürger und die Stadt das Beste ist…und die braucht nicht noch mehr Betonklötze und Komsum-Tempel in der Stadtmitte! Auch wenn da vielleicht 40 Wohnungen mit dabei sind.

    Da ich mich aufgrund meines Studiums mit Maschinenbau und Konstruktion auskenne, weis ich dass da oft ein sogenannter ‚Freistich‘ notwendig ist um Spannungen in Bauteilen zu vermeiden und die Passgenauigkeit zu verbessern – genauso ist es mit dem Eichplatz. Er ist der ‚Freistich‘ im Zentrum der Stadt, der letzte große Freiraum in Mitten von Beton – wird er nun auch zugebaut, entstehen Spannungen im Stadtbild die nie wieder korrigiert werden können! Das Zentrum würde einer riesigen Bauklotz-Spielwiese aus plumpem, modernen Design-Schandtaten gleichen, auf der sich einfallslose Architekten und Stadtplaner derart ausgetobt und profiliert haben, so dass nichts mehr zusammen passt oder baulich aufeinander abgestimmt ist.

    ICH KANN NUR HOFFEN, DASS UNSER BÜRGERMEISTER UND DER STADTRAT ENDLICH MAL ZUR BESINNUNG KOMMEN UND MERKEN WIE SEHR SOLCHE UNSINNIGEN ENTSCHEIDUNGEN UNSER STADTBILD NACHHALTIG ZERSTÖREN. Auch sollte der Eichplatz niemals verkauft werden, er sollte immer der Stadt gehören um zu vermeiden, dass dort überhaupt irgendwelche Architekten-Schandtaten umgesetzt werden, die nur im Sinne der rein kapitalistisch orientierten Investoren wären, nicht aber im Sinne der Stadt, der Einwohner und JENENSER.

  2. Evelin Deska sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich möchte Ihnen im Folgenden meine Änderungswünsche zum 3. Entwurf des Bebauungsplans zum Eichplatz darlegen.

    Ich wünsche mir, dass im Zuge der Neugestaltung des Eichplatzes mehr Grünflächen entstehen, die die Menschen zum Verweilen und Ruhen einladen. Eine kleine Oase mitten in der Innenstadt würde das recht zementlastige Äußere der Innenstadt auffrischen. Ein kleiner Spielplatz würde den vielen Eltern und Großeltern zudem Platz für Austausch geben und zudem die Kaufkraft dieser Gruppe weiter in die Innenstadt lenken.

    Dem Parkplatzproblem in der Innenstadt sollte mit einer mindestens 2 stöckigen Tiefgarage begegenet werden. Eine weitere Einschränkund der Parkmöglichkeiten durch eine nur 1 stöckige Tiefgarage ist äußerst kritisch zu sehen. Wo keine Parkplätze sind, da werden auch die Kunden wegbleiben.

    Der Bebauung durch Gebäudekomplexe stehe ich neutral gegenüber. Jedoch sollte bedacht werden, ob ein wuchtiger Komplex mit einem großen Elektromarkt dem Charme der Innenstadt zuträglich ist. Über die Goethegalerie und die Neue Mitte stehen bereits 2 Einkaufzentren in der direkten Umgebung. Ein Elektromarkt in Innenstadtnähe ist sicher interessant, doch wäre der Inselplatz hierfür vorteilhafter.

    Ich danke Ihnen für diese Möglichkeit der Meinungsabgabe.

  3. es wird zeit, eine anti-bebauungs-bürgeriniative zu gründen, die nur den zweck hat, die oberirdische bebauung zu verhirdern.

    im notfall bis hin kandidatenaufstellungen zu wahlen und ein härteres vorgehen gegen jeden in der stadt, egal ob OB, stadtrat, mitarbeiter der verwaltung oder städtischenbetriebe.

    die bürger, die keinen zugebauten platz wünschen, sollten sich nicht mehr weiter von denen austricksen lassen, indem sie pseudo mitsprache vorgauckeln und am ende doch das machen, was sie vorhatten.

    es wird höchste zeit, dem treiben ein ende zu setzen und dies klar, laut und unmissverständlich!!!

  4. Jens Seyfarth sagt:

    Hallo,
    „offene Wunde im Herzen Jenas“
    „Der Platz war immer schon bebaut“
    „Unbebaut = hohe Feinstabbelastung“
    „Die Stadt erwärmt sich im Sommer zu stark wenn der Platz frei bleibt“
    „Sozialistischer Aufmarschplatz“
    so lauten gängige Argumente der Stadt für die Bebauung die ich nicht nachvollziehen kann.

    Nach der Meinung der Bürger wurde zwar gefragt, das Ergebnis stand jedoch fest: Es wird gebaut.

    Ich bin und bleibe gegen die Bebauung. Und zwar aus folgenden Gründen:
    1. Der Platz wird sinnvoll als Parkplatz und zu Stadtfesten genutzt. Der Weihnachtsmarkt, Frühlingsmarkt… ohne diesen freien Platz wird schwerfallen.
    2. Er gehört zur Stadt wie z.B. der freie Blick zur Johannisstraße.

    Aber worüber noch diskutieren wenn alles bereits durch unsere Abgeordneten „demokratisch“ beschlossen wurde. Den Schulnetzplan damals haben sie per Beschluss in den Sand gesetzt. An der Bebauung des Friedensberges sind sie mit knapper Not gehindert worden. Nun ist unser Stadtzentrum dran.
    Nur ein Jena21 würde noch helfen.
    Gruß Jens

    Gruss Jens

  5. Jörg Schoele sagt:

    ich bin dafür den Parkplatz mit seinen Bäumen und Grünanlagen zu erhalten (auch wenn ich kein Grüner)bin. man sollte sich darüber im Klaren sein ,das mit der Bebauung der jetzige Blick zum Johannistor, zur Kirche, zum Jenzig, etc. weg fallen würde. Es wäre nicht nur ein Verlust für die Jenenser, sondern auch fü alle Gäste. Auserdem ist das Zentrum schon genug vom bunten Haus mit den Blechdächern die nicht ins Altstadtbild passen versaut. Was für mich auch noch ein großes Problem darstellt, ist das Geld, wollte man nicht erst einmal den Schuldenberg abbauen bevor man sich noch mehr in die Miesen stürzt, oder habe ich etwas verpasst? Sollte es der Stadt zu gut gehen stellt sich gleich die nächste Frage, warum muß ich dann aus meiner Tasche zum Straßenausbau zu zahlen? Aber wieder zum Thema. Alles sprich von Umweltverschutzung, Feinstaub, Verkehrsarme Zone und wir bauen die stadt zu, das man nicht mehr atmen kann. Danke.
    Gruß Jörg

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